08. 07. 2013Quelle: Pia Enneper (Praktikantin Haus 11)

Praktikum im SOS-Kinderdorf Sauerland – eine tolle Erfahrung!

Praktikum im SOS-Kinderdorf (1)

Pia fühlt sich im SOS-Kinderdorf sichtlich wohl

Als Schülerin der Klasse 11 in der Fachoberschule des Getrud-Bäumer-Berufskollegs in Lüdenscheid leistet Pia Enneper seit Februar ein halbjähriges Praktikum im SOS – Kinderdorf Sauerland in Lüdenscheid.

Hier erzählt Sie von Ihren Erfahrungen:

Wie bist Du auf die Idee gekommen, ein Praktikum im SOS-Kinderdorf zu machen?
Ich hatte schon seit längerem Interesse an pädagogischer Arbeit  und  habe schon vorher schon ein Praktikum in einem Kindergarten erlebt. Aber der Unterschied zu einem Kinderdorf ist schon sehr groß, weil man die Kinder hier ganz anders erlebt. Man begleitet sie ein bisschen in ihrem wirklichen Leben -  manchmal vom  "Aufstehen bis zum Schlafengehen". Auch in meiner eigenen Familie ist das Thema Kinder und Erziehung sehr lebendig. Wenn in meiner Verwandtschaft über Soziale Arbeit gesprochen wurde hat mich das immer sehr motiviert.

Wie sieht Dein Tagesablauf aus?

Ich unterstütze die Arbeit eines Teams von vier Erziehern -   Frauen und Männer -  die in einer Kinder und Jugendwohngruppe sechs Kinder und Jugendliche betreuen. Jeden Tag mache ich da neue Erfahrungen.

Was macht Dir besonders Spaß?

Als Praktikantin fühlte ich mich vom ersten Tag an gut von den Erzieherinnen  unterstützt und in das Team integriert. Ich konnte schnell selbständig Aufgaben im Rahmen des Gruppenalltages übernehmen, wie zum Beispiel das Kochen des Mittagessens, die Begleitung bei Arztbesuchen, Erledigungen in der Stadt. Ich war auch häufig mit Kindern unterwegs und konnte sie bei Ausflügen begleiten. Aber immer wieder gab es auch Überraschungen und man musste sehr flexibel sein….und z.B. nach einem Anruf ein plötzlich erkranktes Kind ganz schnell aus der Schule abholen.

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Pia hat im SOS-Kinderdorf jede Menge gelrnt - auch über sich selbst!

Zurzeit helfe ich Kindern und Jugendlichen im Rahmen eines Lernprogramms bei bestimmten Schulfächern, in denen sie Unterstützung brauchen. Dreimal in der Woche höre ich dabei die Vokabeln ab oder helfe beim Trennen von Silben. Aber die Unterstützung bei den Hausaufgaben ist sehr vielfältig. Eine positive Rückmeldung der Lehrerin hat nochmal meine Motivation gestärkt.

Wie erlebst Du den Alltag der Kinder?

In einer Kinder- und Jugendwohngruppe gehört natürlich auch ganz normale Hausarbeit zum Alltag, wo natürlich alle mithelfen. Für den Hausputz gibt es Pläne, wann Kinder welche Aufgaben erledigen sollen. Die Struktur ist für die Kinder sehr wichtig. Dabei brauchen diese  immer mal wieder unsere Hilfe, aber manchmal geht es auch nur darum zu schauen, ob die jeweiligen Aufgaben gut erledigt wurden. Und dann Belohnungen zu verteilen macht richtig Spaß!
Dein halbes Jahr Praktikum geht bald zu Ende - was hast Du gelernt?

Am 31.07. 2013 endet mein Praktikum. In einem halben Jahr habe ich so viel gelernt wie noch in keinem anderen Praktikum vorher….und das auch über mich selbst.