03. 07. 2017

Start in den Frühling - „aktiv für den Einstieg“

Gemeinsamer Osterbrunch

„Eine runde Sache“, lobt die Qualifizierungsteilnehmerin Heike K. und sagt weiter: „Ihre Arbeit hat vielen von uns geholfen wieder selbstständig einen Weg ins Arbeitsleben zu suchen“. Eddy P. sagt „Ich weiß, ohne die Motivation und Unterstützung bei „aktiv für den Einstieg“ hätte ich zu früh aufgegeben. Ich hätte nie gedacht, dass ich mit meiner Behinderung überhaupt wieder Arbeit bekomme“. Dies sind die Aussagen von nur zwei der insgesamt 15 zufriedenen TeilnehmerInnen, die dem Team der Maßnahme „aktiv für den Einstieg“ beim diesjährigen Frühlingsfest der Maßnahme überbracht wurden.

Auch Menschen mit Handycaps brauchen Chancen, um im Berufsleben durchzustarten. Dieser Gedanke war der Grundstein aus der die Maßnahme „aktiv für den Einstieg“, in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter des Regionalverbands und dem Europäischen Sozialfond, konzipiert wurde. Fünfzehn Personen, die krankheits- bzw. behinderungsbedingt in schwierigen sozialen und emotionalen Situationen leben, haben seither die Chance, jeweils für ein halbes Jahr, unterstützend in den Bereichen Hauswirtschaft, Haustechnik und der Betreuung von Senioren und Kindern bei ausgewählten Kooperationspartnern des SOS-Kinderdorf Saarbrücken praktische berufliche Kenntnisse zu erwerben.

Entsprechend ihrer Berufswahl und ihren Interessen reinigen und verschönern sie Räume, streichen sie die Wände, pflegen sie die Gartenanlage, bereiten älteren Menschen das Essen zu oder lesen den Kindern in der Leseecke ein Märchen vor. Sie unterstützen Fachkräfte bei Ihrer Tätigkeit. Je nach Leistungsfähigkeit bis zu 20 Stunden pro Woche.

An zwei Tagen der Woche findet in den Räumlichkeiten des SOS-Kinderdorf Saarbrücken, in der Rotenbergstraße, die Qualifizierung statt. In deren Mittelpunkt steht neben dem Training wichtiger beruflicher und sozialer Schlüsselkompetenzen, dem Bewerbertraining und der beruflichen Ressourcenanalyse vor allem die persönliche Stärkung der TeilnehmerInnen.

Anastasia Manikov, die für die sozialpädagogische Betreuung in der Maßnahme zuständig ist, sagt hierzu: „Die Verknüpfung von Theorie und Praxis ist gerade für diesen Personenkreis enorm wichtig, da Schwierigkeiten, die bei der praktischen Tätigkeit auftreten, zeitnah im Unterricht reflektiert und fachlich gestärkt werden können. Weiterhin können die TeilnehmerInnen, die nicht selten vielschichtige private / persönliche Schwierigkeiten haben, den Qualifizierungsrahmen für Einzelgespräche mit den zuständigen Sozialpädagogischen MitarbeiterInnen nutzen. Somit wird zielgerichtet dort angesetzt, wo Unterstützung benötigt wird.“

Viel Freude beim Frühlingsfest

Nicht nur Arbeit ist wichtig, sondern auch das Suchen und Finden passender Wege zum Spannungsabbau. Hierzu wurde das Motto: „Stark in den Frühling- stark im Arbeitsleben“, als Unterrichtsthema gewählt. Die Idee war parallel damit auch das Thema des diesjährigen Frühlingsfestes vorzugeben. Da gesunde Ernährung ebenso wie Bewegung und Entspannung eine wesentliche Säule von dauerhafter Gesundheit ist, gab es zum Start in den Tag ein gesundes Frühstück. Danach ging es in den nahegelegenen Stadtwald zum Wandern. Eine Lichtung bot sich als idealer Platz zur angeleiteten Tiefenentspannung an. Dort warteten die Teilnehmenden auch mit einer Überraschung für die anwesenden Mitarbeiter Volker König und Ute Ballas auf. Nachdem die berühmten Möricke-Zeilen: „ Frühling lässt sein blaues Band..“ im Chor vorgetragen wurden, waren die beiden KollegInnen sichtlich gerührt: „Es ist für uns ein wunderschönes Lob für unsere Anstrengungen, denn sowas macht man nicht, wenn man keine Zufriedenheit und Freude in seiner Arbeitsgruppe hat.“