Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

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Clearinghaus für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Gemeinsam mit dem „Diakonischen Werk an der Saar“ und der „Partnerschaftlichen Erziehungshilfe“ wird dieses Angebot seit 2011 umgesetzt. Im Clearinghaus in Völklingen finden bis zu 28 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus Krisenregionen der ganzen Welt Aufnahme. Sie wurden meist zuvor von der Bundespolizei aufgegriffen und hier in die Obhut der Jugendhilfe übergeben.

Die ausschließlich männlichen Jugendlichen finden dort zunächst einen sicheren Ort, an dem ihre Grundbedürfnisse befriedigt werden und die medizinische Grundversorgung sichergestellt ist. Die Flüchtlinge besuchen ab dem Aufnahmetag einen Deutsch-Kurs. In einem bis zu 4 monatigem Aufenthalt werden ausländerechtliche Fragen und eine geeignete Anschlußhilfe geklärt. Danach erfolgt die Vermittlung in adäquate Jugendhilfesysteme.

Jugendwohngruppe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Die Jugendwohngruppe in der Kaiserslauterer Straße ist ein stationäres Jugendhilfeangebot für acht männliche unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus Krisenregionen (z.Z. fast ausschließlich aus Afghanistan). In einer „Rund um die Uhr – Betreuung“ erfahren die meist unter 16-jährigen Jugendlichen Unterstützung beim Zurechtfinden in der fremden neuen Lebenswelt und bei der Alltagsbewältigung. Im Mittelpunkt stehen die schulische Förderung, lebenspraktische Trainings und die Hilfe bei der gesellschaftlichen Integration.Das Zusammenleben in der Gruppe eröffnet ihnen neue Chancen für soziales Lernen und fördert sozialpädagogisch begleitet die Aufarbeitung bisheriger Lebenserfahrungen und das Hineinwachsen in unsere Gesellschaft.
Die Jugendwohngruppe befindet sich in einem Mehrfamilienhaus in einem Stadtteil, der eine sehr gute Anbindung an die City hat. Alle Jugendlichen haben Einzelzimmer. Zum Haus gehören ein großer Garten und mehrere große Gemeinschaftsräume sowie eine große Terrasse mit Möglichkeiten zum Spielen, Feiern und Ausruhen.

Jugendwohngemeinschaften für unbegleitete Flüchtlinge

Nach etwa einjährigem Aufenthalt in der Wohngruppe werden die über 16-jährigen Flüchtlinge in eine Jugendwohngemeinschaft überführt. Diese Wohnform erfordert mehr Selbständigkeit und Autonomie in Wohnungen für 2-3 Jugendliche. Das sozialpädagogische Betreuungspersonal bietet Hilfe und Unterstützung in allen notwendigen Lebensbereichen mit geringerer Betreuungsintensität. Schwerpunkte der Arbeit sind die Entwicklung beruflicher Perspektiven und die Biografiearbeit.

Als endgültige Vorbereitung auf ein vollkommen selbständiges Leben in Deutschland gibt es die ambulante Hilfeform des Betreuten Wohnens auch für die Flüchtlinge