Schnittstellen-Projekte

Jugendliche sitzen zusammen

Im Bereich „Schnittstellenprojekte“ sind alle Hilfeformen für Jugendliche zugeordnet, die sich an der Grenze zwischen den Zuständigkeiten der Rechtsbereiche Kinder- und Jugendhilfe, Grundsicherung, Behindertenhilfe und Krankenhilfe bewegen. Unser Team aus Fachkräften nahezu aller sozialen Berufsbilder bietet ein umfassendes Angebot an Hilfestellungen bei der Überwindung persönlicher Problemstellungen an. Das Team moderiert zwischen den Jugendlichen und den verschiedenen zuständigen öffentlichen Stellen. Dabei steht die Suche nach schnellen flexiblen und nachhaltigen Lösungen, die sich immer am Wohl des Jugendlichen orientieren und seine soziale/berufliche Integration im Blick haben, immer im Mittelpunkt des Interesses. So findet jeder Jugendliche und junge Erwachsene ein für ihn passendes Angebot. Innerhalb des vernetzten Angebotes des SOS-Kinderdorfs Saarbrücken und in enger Kooperation sowohl mit der öffentlichen Jugendhilfe als auch mit anderen sozialen Hilfeanbietern wird ein passendes Paket an Unterstützung geschnürt, das den jungen Menschen ihren Weg in die Selbstständigkeit ebnet.


Stabil Wohnclearing / Ambulante Betreuung

Jugendliche Teilnehmer/innen aus Berufsvorbereitungs- und Qualifizierungsangeboten, die sich in prekären Wohn- oder Lebenssituationen befinden, erhalten durch kombinierte Wohn- und Betreuungsangebote in ihrer Freizeit fachliche Unterstützung bei der Erarbeitung einer eigenen und realistischen Lebensperspektive. Sie leben 4 bis 6 Monate in kleinen Wohneinheiten mit jeweils zwei Plätzen. Sozialpädagogen/innen und Jugend- und Heimerzieher/innen unterstützen sie in diesem Zeitraum im Erwerb der für ein eigenständiges Leben erforderlichen Sozial- und Schlüsselkompetenzen. Case-management und Nachbetreuung als Übergangsbegleitung in eine für sie geeignete Wohn- und Lebensform sind feste Konzeptbestandteile. Ziel ist die nachhaltige soziale Integration der Jugendlichen als notwendige Grundlage und Voraussetzung für eine gelingende berufliche Eingliederung. Manchmal ist beim Auszug die reine Nachbetreuung als Übergangsbegleitung nicht ausreichend. In begründeten Fällen kann sich dann ambulante Betreuung durch den bisherigen Bezugsbetreuer im Umfang von zunächst drei Monaten, bei Bedarf auch auf bis zu ein halbes Jahr verlängerbar, zur möglichst nachhaltigen Sicherung der sozialen Integration anschließen.

Intensive Förderung

Die „Intensive Förderung“ startete im September 2010. Sie richtet sich mit 3 Plätzen über 12 bis 24 Monate an jugendliche Teilnehmer/-innen aus unseren Jugendberufshilfeangeboten, die sich in prekären Lebenssituationen mit erhöhtem Förder- und Betreuungsbedarf befinden. Neben der Erarbeitung einer realistischen zukünftigen Lebensperspektive erfolgt in diesem Projekt auch die Einleitung der dazu benötigten weiteren individuellen Hilfeleistungen und Fördermaßnahmen wie z.B. Sozialbeistandschaft, gesetzliche Betreuung, Einholen medizinischer / psychiatrischer Gutachten, Feststellung von Behinderung und möglichen Einschränkungen zur beruflichen Eingliederung etc. als individuelle Hilfe zum Erreichen einer weitest¬möglichen sozialen Integration. Betreuungsvertrag, Trainings, Coachings, Casemanagement und Nachbetreuung sind auch hier die entsprechenden Instrumentarien.