Berufsvorbereitung INTEQRA

Für viele Jugendliche ist das SOS-Kinderdorf Saarbrücken eine wichtige Station auf Ihrem Weg zu einem erfolgreichen Arbeitsleben. Häufig haben die jungen Menschen schon etliche Enttäuschungen hinnehmen müssen. Sie haben in der Schule keinen Abschluss gemacht und Berufsausbildungen abgebrochen. Manche haben erst gar keinen Ausbildungsplatz bekommen. Für eben solche Jugendliche wurden auch die Orientierungs- und Trainingsmaßnahmen konzipiert. Auch Teilnehmer/innen mit Behinderung finden ihren Platz.

Die Maßnahmen zur Stabilisierung und Orientierung richten sich an Jugendliche mit und ohne Behinderung. Die meisten von ihnen haben gleich mehrere Gründe, die sie daran hindern, eine Ausbildung erfolgreich abzuschließen.
Das INTEQRA-Projekt konnte gemeinsam mit dem Jobcenter Saarbrücken und dem Europäischen Sozialfonds aus der Modellphase in eine Regelförderung überführt werden. 50 Jugendliche unter 25 Jahren (davon 20 mit Behinderung) werden allmählich in das Arbeits- und Qualifizierungsgeschehen integriert. Sie erhalten sinn- und verantwortungsvolle Aufgaben im unmittelbaren sozialen Umfeld des SOS-Kinderdorfs Saarbrücken.

Beispielsweise betätigen sie sich unter fachkundiger Anleitung an der

  • Arbeit mit anerkannten Qualifizierungsbausteinen aus den Berufsbereichen Restaurant, Küche, Hauswirtschaft, Kosmetik, Hilfe-/Pflegeberufe und Gebäudereinigung 
  • Seniorenarbeit (alltagspraktische Hilfestellung, Rollstuhlwartung, Einkaufs-Begleitservice, Heimtierservice usw.)
  • Kulturelle Angebote (Filmangebote für Senioren, Seniorenstadtteilservice, Organisation von Boule und Freiluftschachspielen, Senioren- und Kindergeburtstage usw.)

In fünf aufeinander aufbauenden Stufen und in enger Absprache mit den Fallmanager/innen und Vermittler/innen des Jobcenters Saarbrücken werden die Jugendlichen gemäß ihrer Interessen und Neigungen gefördert. Im gemeinsamen Gespräch und Austausch findet eine fortlaufende Berufswegeplanung und -bewertung statt, in deren Verlauf die jungen Menschen zu selbstkritischen und realistischen Einschätzungen ihrer Möglichkeiten und Wünsche gelangen. Daran schließen sich entweder eine Maßnahme der Berufsvorbereitung, der Hauptschulabschluss, eine Ausbildung oder unmittelbar eine Jobaufnahme an.
Für junge Menschen, die meist noch den richtigen "Schubs" benötigen, um in eine berufliche Qualifizierung, eine schulische Ausbildung oder eine Beschäftigung zu gelangen, bieten sich die Praktika als Training an. Meist liegt der Schwerpunkt dabei auf der Orientierung oder der gezielten Vermittlung von speziellem beruflichem Wissen, das entscheidende, vermittlungshemmende Lücken schließt.