50 Jahre SOS-Kinderdorf Lippe – aktueller denn je!

Luftballonsteigen zum Jubiläum

Am 17.09.2017 feierte das SOS-Kinderdorf Lippe in Schwalenberg sein 50-jähriges Bestehen. Hierzu waren zahlreiche VertreterInnen aus Politik, Wirtschaft, Soziales sowie Ehrenamtliche, Förderer, Spender und Paten des Kinderdorfes eingeladen.

In seiner Eröffnungsrede wies Anton Schuff – Einrichtungsleiter des SOS-Kinderdorf Lippe – darauf hin, dass die Vision, die einst Hermann Gmeiner vor mehr als 60 Jahren hatte, nach wie vor nichts von seiner Aktualität verloren hat. Nach dem zweiten Weltkrieg waren zahlreiche Kinder zu Waisen geworden. Dieser Tatsache begegnete Hermann Gmeiner mit der Idee: Kinder brauchen eine Mutter, Geschwister, ein Haus und ein Dorf! Aus dieser Vision heraus entstanden die SOS-Kinderdörfer.

Auch wenn die Begriffe neuzeitlicher geworden sind und sich verändernde Rahmenbedingungen die SOS-Einrichtungen stetig haben weiterentwickeln lassen, so steht Kinderdorffamilie für vertraute und verlässliche Beziehungen. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene müssen stabile Beziehungen erleben, um wieder Vertrauen in sich und andere zu erhalten. Dieses Fundament ist Voraussetzung dafür, um die uns Anvertrauten zu selbstbestimmten Menschen werden zu lassen, erklärt der Einrichtungsleiter.
Das Haus steht für einen „sicheren Ort“. Ein Ort, in dem die jungen Menschen so angenommen werden, wie sie sind. Das Haus als Zufluchtsort für das Erlebte. Viele der im SOS-Kinderdorf Lippe lebenden Kinder und Jugendliche haben traumatische Erfahrungen machen müssen. Das Haus bietet ihnen Schutz und die Gewissheit: „Hier leben Menschen, denen ich vertrauen kann.“

Das Dorf als Synonym für Gemeinschaft, in der die Kinder und Jugendlichen Zusammenhalt erleben. Sich mit Gleichaltrigen (Peer-Group) auseinander zu setzten, Streitigkeiten auszuhalten und Lösungen zu finden, lassen die jungen Menschen in ihrer Persönlichkeit wachsen und soziale Kompetenzen werden dadurch – oftmals unbewusst – gefördert. Hierzu bedarf es Zeit. Zeit, die wir den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen geben. In der Arbeit mit den uns Anvertrauten müssen Krisen überwunden, Herausforderungen gemeistert und Lösungen gefunden werden.

Engagierte Menschen – so Schuff weiter – die sich diesen Aufgaben stellen, gebührt besonderer Dank. Neben den SOS-Mitarbeitenden, die sich tagtäglich den pädagogischen und alltäglichen Herausforderungen stellen, galt der besondere Dank der Einrichtungsleitung den zahlreichen Förderern, Paten und Spendern für ihr Engagement. Auch den VertreterInnen aus Politik, Wirtschaft und Soziales, mit denen das SOS-Kinderdorf seit Jahrzehnten vertrauensvoll und erfolgreich zusammenarbeitet, wurde herzlich gedankt.

Die schönsten Bilder vom Jubiläumsfest