27. 03. 2017

"Es ist eine sehr dankbare Arbeit, man bekommt so viel zurück!"

In den Mukidu-Kursen können die Kinder verschiedene Instrumente ausprobieren.

Mit viel Herzblut leitet Corina Elvers ihre Musikkurse für das SOS-Familienzentrum Dulsberg

MuKiDu –Musik Kinder Dulsberg- ist einigen im Stadtteil Dulsberg noch ein Begriff. Begonnen hat das Angebot vor 10 Jahren, als noch die pädagogischen Fachkräfte des SOS-Kinderdorf Hamburg mit ihrem musikalischen Talent versuchten den Kindern und Jugendlichen des Stadtteils das Interesse an Musik näher zu bringen.

Unterstützt durch Revolverheld

Die Band Revolverheld unterstützt SOS-Kinderdorf Bild vergrößern

Die Band Revolverheld unterstützt SOS-Kinderdorf

Seitdem hat sich jedoch einiges verändert. In 2015 kam mit der großartigen finanziellen Unterstützung durch Revolverheld die Möglichkeit auf, das Angebot zu erweitern und neben der Musikgruppe, auch Instrumentenunterricht in Flöte, Gitarre und Keyboard sowie Gruppen in Musikalischer Früherziehung anzubieten. Das SOS-Kinderdorf Hamburg konnte unter anderem Corina Elvers für das Angebot gewinnen, die neben den Gitarrenkursen auch die Musikalische Frühförderung durchführt. Corina Elvers ist von Beginn an mit dabei und gewinnt mit ihrer herzlichen, offenen Art sofort das Vertrauen der Kinder.  „Es ist spannend mit den verschiedenen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zu arbeiten.“  Das Musikalische liegt ihr sehr, auch wenn ihr erst mit der Geburt ihrer Tochter bewusst wurde, dass dies genau der Bereich ist, indem sie unbedingt arbeiten möchte. „Es ist eine sehr dankbare Arbeit, man bekommt von den Kindern so viel zurück!“

Das Ziel: möglichst vielen Kindern den Zugang zur Musik ermöglichen

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Musikunterricht für alle Kinder, unabhängig von Geldbeutel, Herkunft und Bildung – das macht das SOS-Familienzentrum Dulsberg möglich.

„Wir möchten mit unserem Angebot möglichst vielen Kindern den Zugang zur Musik ermöglichen, daher sind die Kurse mit 8 Euro pro Monat auch sehr günstig“ so Elvers. Die Kurse erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und sind sehr schnell ausgebucht, selbst die Wartelisten sind lang. „Wir begrenzen aus diesem Grund den Besuch der Instrumentalgruppen auf ein Jahr. Viele üben nach dem Jahr zu Hause alleine weiter oder suchen sich an anderer Stelle eine Möglichkeit für einen Unterrichtsbesuch.“

Bevor die Gruppe für die Musikalische Frühförderung beginnt, bereitet Frau Elvers den Raum vor, sie rückt die Tische vom Deutschkurs vom Vormittag zur Seite, legt dicke Gymnastikmatten aus, stellt einen großen Reisekoffer mit verschiedenen spannenden Musikinstrumenten, Seifenblasen, einen CD-Spieler und viele bunte Tücher.   Merle, 2 Jahre und Mohammed, 4 Jahre gucken neugierig um die Ecke, an der Hand ziehen sie ihre Mütter in den Raum. Fatmas Mutter bittet Frau Elvers eine Gitarre mit neuen Seiten zu bespannen, die sie gerne zu Hause mit ihren Kindern nutzen möchte. Kurzerhand bespannt diese gemeinsam mit den Kindern die Gitarre und zeigt ihnen wie man eine Seite befestigen muss und wie sie danach gestimmt wird. Gebannt gucken die Kleinen zu. Nachdem alle Kinder, Mütter und Väter sich im Kreis auf den Gymnastikmatten versammelt haben, geht es mit einem Begrüßungslied los. Jedes Kind wird einzeln von der Gruppe begrüßt und darf sich eine Bewegung dazu aussuchen. Der kleine Marlon ist heute das erste Mal mit seiner Mutter da und versteckt sich lieber hinter ihr. Emely, 3 Jahre ist seit Beginn dabei und freut sich schon, als sie endlich an der Reihe ist und hüpft fröhlich in die Höhe.

Singen, Bewegungsspiele und Instrumentenkunde

Neben dem gemeinsamen Singen, stehen auch kleine Bewegungsspiele, Tänze und das Ausprobieren verschiedener Instrumente auf dem Plan. Bei einer musikalischen Weltreise tanzen die Kinder mit ihren Eltern im Kreis und singen dazu. Als Corina Elvers zu einem Lied die Seifenblasen auspackt, ist auch bei Marlon keine Scheu mehr zu sehen. Fröhlich hüpft auch er zur Musik und versucht möglichst viele Seifenblasen zum Zerplatzen zu bringen.
Endlich kommt der große Reisekoffer zum Einsatz der mit fieberhafter Anstrengung von den kleinen Kinderhänden geöffnet wird. Zum Vorschein kommen viele verschiedene Musikinstrumente: kleine und große Rasseln, Handtrommeln, Schellen, Triangeln und viele bunte Tücher. Die Kinder dürfen die Instrumente erkunden. Emely schnappt sich eine kleine Trommel und haut kräftig drauf, Marlon probiert vorsichtig eine Rassel aus und Fatma lässt ein rotes Tuch durch die Luft fliegen. Frau Elvers begleitet die Kinder bei ihren Erkundungen mit Liedern und animiert sie und ihre Eltern mitzusingen. Zum Abschied gibt es wieder ein Lied mit dem jedes Kind einzeln verabschiedet wird. Aufmerksam hören die Kleinen zu, wann sie an der Reihe sind und freuen sich. Danach bekommt jedes Kind noch einen Stempel auf die Hand und dann flitzen die ersten auch schon wieder raus.

Kurz darauf klopft eine Frau an die Tür und fragt nach einem Platz für ihre drei Kinder, die gerne den Keyboardkurs besuchen möchten. Frau Elvers bespricht mit ihr, dass sie die Kinder vorerst auf ihre Wartliste nimmt und sich meldet, sobald ein Platz frei wird. Zum Glück wurde gerade ein neuer Keyboardlehrer gefunden, der seit Wochen dringend benötigt wurde. Somit können endlich die nächsten Kinder in den Genuss von einem Musikunterricht kommen.

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