26. 09. 2017

Das SOS-Kinderdorf in Gera wächst

Viele Gäste feierten die Eröffnung des neuen Hauses im SOS-Kinderdorf Gera

Viele Gäste feierten die Eröffnung des neuen Hauses im SOS-Kinderdorf Gera

Ein neues Zuhause für sechs bis acht Kinder

Nur zwei Jahre nach der Eröffnung war das SOS-Kinderdorf Gera bereits voll belegt. Schnell war klar: es muss mehr Platz her, um weiteren Kindern ein sicheres Zuhause zu ermöglichen. "Zum Glück konnten wir das direkt angrenzende Nachbargrundstück erwerben und das bestehende Fachwerkhaus nun in rund einem Jahr zu einem Familienwohnhaus umbauen", freut sich Einrichtungsleiterin Karin Berthold über die feierliche Einweihung des mittlerweile vierten Zuhauses.

Während der Feierstunde führten die Kinder ein kleines Märchen auf Bild vergrößern

Anlässlich der Feierstunde führten die Kinder ein kleines Märchen auf

Zur Feierstunde kamen viele treue Unterstützer des SOS-Kinderdorfes in Gera und besichtigten das sanierte Fachwerkhaus mit seinen hellen Kinderzimmern und der liebevollen Einrichtung. Dieses Lob freute die neuen Kolleginnen und Kollegen, die in den letzten Wochen mit viel Herz und gestalterischen Händchen die Möbel und Accessoires für das neue Heim ausgesucht haben.

Im Oktober ziehen die ersten Kinder ein

„Es ist eine tolle Erfahrung, ein solches Haus von Grund auf neu einzurichten, sich Gedanken darüber zu machen, was man alles benötigt, damit die Kinder den Alltag bewältigen können und sich wohlfühlen“, berichtet Nicole Schramm, eine der künftigen Erzieherinnen dieser Wohngruppe. Ab Oktober werden die ersten vier Jungs in das neue Haus einziehen. An den Türen der Kinderzimmer von Siggi, Max, Oskar und Felix sind bereits wunderschöne, selbstgebastelte Namensschilder angebracht, die die neuen Bewohner bald herzlich willkommen heißen.

Nicole Schramm und Karolin Herling arbeiten als Erzieherinnen in der neuen SOS-Kinderdorffamilie Bild vergrößern

Nicole Schramm und Karolin Herling arbeiten als Erzieherinnen in der neuen SOS-Kinderdorffamilie

Im SOS-Kinderdorf wachsen Kinder, deren leibliche Eltern sich aus verschiedenen Gründen nicht um sie kümmern können, in einem familiären Umfeld auf. Jede Familienwohngruppe lebt in einem eigenen Haus. Für das gemeinsame Familienleben gibt es dort einen gemütlichen Wohn- und Essbereich, der von allen zusammen nach ihrem Geschmack gestaltet ist. Zum Spielen, Schlafen und Lernen gibt es Einzel- und Doppelzimmer für die Kinder. Der Alltag der Mädchen und Jungen im SOS-Kinderdorf unterscheidet sich nur wenig von dem ihrer Altersgenossen: Nach der Schule oder dem Kindergarten machen sie Hausaufgaben, spielen oder entspannen erstmal. Regelmäßig gibt es verschiedene Beschäftigungsangebote - es wird gebastelt, gemeinsam gebacken oder ein Film im eigenen „Kinderkino“ geschaut. Viele Kinder sind außerdem im Sportverein aktiv – von Tanzen und Fußball bis zu chinesischer Kampfkunst. 

Viel Lob von der Politprominenz

Führung durch das neue Haus Bild vergrößern

Ministerin Werner Margit Jung (Vizepräsidentin des Landtages) und Frauenbeauftragte Christ-Eisenwinder bei einer Führung durch das neue Haus

Herzliche Worte für die wichtige Arbeit von SOS-Kinderdorf und die Erweiterung in Gera fanden während der Feierstunde Margit Jung, Vizepräsidentin des Thüringer Landtages und Heike Werner, Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie. Auch die Oberbürgermeisterin der Stadt Gera, Frau Dr. Viola Hahn, lobte SOS-Kinderdorf als starken und verlässlichen Partner der Kinder- und Jugendhilfe. Dr. Kay Vorwerk, Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer des SOS-Kinderdorf e. V., gab einen Einblick in die zukünftige Strategie des Vereins, der bedarfsorientiert wachsen will.

Vielen Dank an alle Unterstützer, Spender und Paten

Rund 800.000 Euro wurden in den Umbau sowie den zeitgleichen Neubau des weiteren Gebäudes investiert. Dazu kommen die Kosten für die Ausstattung von Wohn-, Kinderzimmern und Familienküche sowie die vielen Kleinigkeiten, die man braucht, damit ein gemütliches Zuhause entsteht - von Geschirr und Besteck, Lampen, Teppichen und Gardinen bis hin zu Zahnputzbechern und Bettzeug. „Vor allem wenn es um die Ausstattung geht, sind wir froh über Unterstützung durch unsere Freunde, Spender und Paten“, erläutert Katrin Berthold.

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