Engagieren

Wir machen uns seit einem halben Jahrhundert für die Bedürfnisse, Anliegen und Rechte von Kindern stark. Jeder Freiwillige, der uns mit seinem Engagement und seinen Talenten unterstützt, ist eine wertvolle Bereicherung, auf die wir nicht verzichten können.

Sollten Sie Interesse haben, uns ehrenamtlich zu unterstützen, freut sich
Sarah Stoppe-Ramadan von Ihnen zu  hören!

Aktuell suchen wir ehrenamtliche MitarbeiterInnen in diesen Bereichen

Ehrenamtliche im SOS-Kinderdorf Café

Für den Freitagnachmittag suchen wir Ehrenamtliche, die Lust haben mit den Kindern in unserem offenen Café zu basteln oder anders kreativ zu werden.

  • Vorkenntnisse, Fähigkeiten: Freude am Arbeiten mit Kindern, Geduld, Fähigkeit offen auf Menschen zu zugehen, Flexibilität (auf die Familien angepasstes Angebot)
  • Zeiten: Freitagnachmittag
  • Alter, Geschlecht: egal, männlich / weiblich
  • keine Kostenerstattung

Ansprechpartnerin

Sarah Stoppe-Ramadan
Tel.: 0421-597 12 - 15
sarah.stoppe-ramadan@sos-kinderdorf.de

Gastgeber*in für unser Café

Als Gastgeber*in begrüßt man unsere Gäste, beantwortet Fragen rund um das Haus und seine Angebote, bedient das Telefon und schafft einfach eine einladende Atmosphäre.

  • Offenheit, sich trauen, auf Menschen zuzugehen, Freundlichkeit
  • Zeiten: Di Vorm. / Do. Vorm / Fr Vorm.
  • Alter, Geschlecht: ab 18 Jahre, männlich / weiblich
  • keine Kostenerstattung

Ansprechpartnerin

Sarah Stoppe-Ramadan
Tel.: 0421-597 12 - 15
sarah.stoppe-ramadan@sos-kinderdorf.de

Verkäufer*innen für unseren Secondhand Laden

In unserem Secondhand Laden für Kinderkleidung & Spielzeug suchen wir Unterstützung beim Verkauf.

  • Vorkenntnisse, Fähigkeiten: Nicht erforderlich
  • Zeiten: Einmal wöchentlich 3 Std., vor- oder nachmittags
  • Alter, Geschlecht: ab 18 Jahre, männlich / weiblich
  • keine Kostenerstattung

Ansprechpartnerin

Sarah Stoppe-Ramadan
Tel.: 0421-597 12 - 15
sarah.stoppe-ramadan@sos-kinderdorf.de

Mentoren / Paten für geflüchtete Jugendliche

Für allein nach Deutschland gekommene Jugendliche in unseren Wohngruppen suchen wir Paten / Mentoren, die Lust haben, die jungen Menschen beim Ankommen in Bremen zu unterstützen.

Ansprechpartnerin
Sarah Stoppe-Ramadan
Tel.: 0421-597 12 - 15
sarah.stoppe-ramadan@sos-kinderdorf.de

Ehrenamtliche für Natur-AG

Unsere hauptamtlichen Mitarbeiter/-innen übernehmen die Nachmittagsbetreuung in der Grundschule. Insbesondere bieten sie auch Arbeitsgemeinschaften (AGs) an. 

Für die Natur-AG suchen wir eine ehrenamtliche Person, die Lust hat unsere hauptamtliche Kollegin jeden Mittwoch von 15:00 bis 16:00 Uhr zu unterstützen.

Was erwartet Sie: Die AG geht gemeinsam in die Neustadtswallanlagen und lernt etwas über Pflanzen und Tiere. Bei ganz schlechtem Wetter besucht die AG die Klimawerkstatt in der Westerstraße.

Was Sie mitbringen müssen: Freude an der Arbeit mit Kindern, ein wenig Naturverbundenheit (keine Scheu vor matschigen Wiesen) und Zuverlässigkeit (die AG kann ohne eine zweite Person nicht stattfinden).

Ansprechpartnerin
Sarah Stoppe-Ramadan
Tel.: 0421-597 12 - 15
sarah.stoppe-ramadan@sos-kinderdorf.de

„Die Elternzeit ist perfekt für ein Ehrenamt!“

Porträt von der Ehrenamtlichen Stephanie Müller

Stephanie Müller engagiert sich für das SOS-Kinderdorf Bremen

Die Elternzeit für ein Ehrenamt nutzen? Für Stephanie Müller aus der Neustadt war klar, dass sie sich in ihrer einjährigen Elternzeit, neben ihrer neuen Rolle als Mutter, einer weiteren sinnvollen Aufgabe widmen wollte. Zehn Monate war sie insgesamt als Mentorin und im Sprachcafé des SOS-Kinderdorfes Bremen aktiv.

Vor zwei Jahren ist Stephanie Müller mit ihrem Mann nach Bremen gezogen. Sie ist Sozialarbeiterin und stellt bei Ihrer Jobsuche fest, dass das SOS-Kinderdorf in Bremen nicht nur Teil ihrer Nachbarschaft, sondern auch immer auf der Suche nach engagierten hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern ist. Hauptberuflich entscheidet sich Müller für einen Job in Bremen-Nord, informiert sich aber zeitgleich welche Möglichkeiten Sie als werdende bzw. junge Mutter bei der Hilfsorganisation hat. „Ich brauchte ein Ehrenamt mit einer gewissen Flexibilität und das war bei SOS-Kinderdorf möglich“ freut sich Müller noch heute. Als ihre Tochter zwei Monate alt ist, unterstützt sie eine zweite Ehrenamtliche bei einem der vielen Sprachcafés im SOS-Kinderdorf-Zentrum in der Bremer Neustadt. Menschen aus unterschiedlichsten Ländern treffen sich dabei in lockerer Atmosphäre mit Muttersprachlern aus Deutschland, um ihre Sprachkenntnisse zu vertiefen. Müllers Tochter ist immer mit dabei und fungiert häufig als Eisbrecher für die Erwachsenen.

Zusätzlich wird sie Mentorin einer jungen Frau, die in einer Wohngruppe des SOS-Kinderdorfes lebt. Sie trifft sich mit der Schülerin, steht für Fragen zur Verfügung, „häufig ging es aber auch darum einfach gemeinsam Kaffee trinken zu gehen und sich über den Alltag auszutauschen“, erzählt die 27-jährige. „Mich interessieren die Geschichten der Menschen und durch mein Ehrenamt konnte ich viele unterschiedliche Menschen kennen lernen“ resümiert sie. Auch der Ausgleich zum Mutterdasein und die Dankbarkeit der Menschen die sie unterstützt hat, war für Stephanie Müller sehr wertvoll. Sie möchte andere Eltern ermutigen, die Elternzeit für ein ehrenamtliches Engagement zu nutzen, denn aus ihrer Sicht eignet sich diese Zeit besonders gut dafür.
Ihre eigene Elternzeit endete kürzlich und durch ihre Vollzeitstelle ist es ihr aktuell leider nicht möglich, sich weiterhin ehrenamtlich zu engagieren. Grundsätzlich möchte sie dies aber unbedingt wieder tun. Gerne auch wieder im SOS-Kinderdorf Bremen.

Informationen über ein ehrenamtliches Engagement bei SOS-Kinderdorf erhalten Interessierte unter www.sos-kinderdorf-bremen.de oder telefonisch bei Sarah Stoppe-Ramadan unter 0421 5971215

Marion Glass ist die dienstälteste Ehrenamtliche im SOS-Kinderdorf-Zentrum in Bremen

Marion Glass organisiert den Bücherflohmarkt

„Hier pulsiert das Leben“, schwärmt Marion Glass – und treffender könnte man ihren Wirkungsort wohl kaum beschreiben, denn im SOS-Kinderdorf-Zentrum in der Bremer Neustadt ist immer etwas los. Das offene Café mit der großen Spielecke für Kinder ist das Herzstück des Zentrums und ein Treffpunkt für Familien, Berufstätige aus der Nachbarschaft und Senioren. Hier finden bunte Flohmärkte, Spielaktionen für Kinder oder auch kleine Konzerte und Lesungen statt. Mittendrin ist Marion Glass und engagiert sich so viel sie nur kann. Zweimal pro Woche fungiert die 65-jährige Rentnerin hier als Gastgeberin, begrüßt neue Gäste, kümmert sich darum, dass die Tische sauber sind und die Dekoration stimmt und ist erste Anlaufstelle bei Fragen und Problemen. Darüber hinaus organisiert die Bremerin verschiedenste Veranstaltungen im SOS-Kinderdorf-Zentrum – vom Bilderbuchkino bis hin zum Handarbeitsstammtisch.

Seit 32 Jahren ehrenamtlich tätig

Begonnen hat Marion Glass‘ ehrenamtliche Karriere im Jahr 1982, damals selbst Mutter zweier Kinder im Grundschulalter. Im Mütterzentrum in Bremen-Huchting besuchte sie den Kurs „Kosmetik selber machen“, kurz darauf einen Aquarellmalkurs und ehe sie sich versah, übernahm die kaufmännische Angestellte ehrenamtlich den Job als Kassenwartin. „Damals wurde mir einfach eine Zigarrenschachtel mit etwas Geld in die Hand gedrückt“, lacht die Bremerin, „ich habe mir dann erst einmal selbst ein Bank- und Kassenbuch angelegt und angefangen, die gesamte Buchführung über meinen PC zu verwalten.“ Innerhalb der folgenden Jahre wuchs das Vereinsvermögen um ein Vielfaches an. Neben ihrer Tätigkeit als Kassenwartin brachte sich die Bremerin aber auch damals schon inhaltlich ein. Sie veranstaltete anlässlich des Internationalen Frauentages ein offenes Gespräch mit einem Rentenberater, organisierte Treffen zwischen jungen Müttern und Senioren, kümmerte sich auch um die Einrichtung neu bezogener Räumlichkeiten. „Ich habe damals vieles einfach gemacht und ausprobiert und dabei jede Menge gelernt“, blickt die heute 65-jährige auf diese aufregende Zeit zurück.

Bilderbuchkino: Marion Glass liest gerne vor Bild vergrößern

Bilderbuchkino: Marion Glass liest gerne vor

Nach einiger Zeit fand Marion Glass im Aufbau des Mütterzentrums in der Bremer Neustadt eine neue Aufgabe. Gemeinsam mit zwei weiteren Frauen kämpfte die Bremerin an vorderster Front für den Erhalt des gerade neu entstandenen Zentrums. Die Aufgaben wurden vielfältiger und anspruchsvoller: „Ich war jetzt nicht nur die Kassenwartin, die nur Zahlen im Kopf hat, ich bin hier sehr kreativ aktiv geworden, habe die Jahresberichte geführt, Pressearbeit übernommen, Werbeflyer entwickelt und Veranstaltungen mitgestaltet“, erzählt sie. Nach finanziell schwierigen Jahren gelang es den Frauen 2007 „Ihr“ Mütterzentrum in die guten Hände des SOS-Kinderdorfvereins zu geben.

"Kinder müssen Bücher haben"

Das Mütterzentrum war Grundlage für das heutige SOS-Kinderdorf-Zentrum. Ziel des Stadtteil- und Familienzentrums ist es, Kinder, Jugendliche und Familien zu beraten, zu fördern und zu unterstützen. Die Angebote sind unterschiedlich und lassen viel Raum für die Ideen von engagierten Menschen wie Marion Glass. Die Bremerin hat hier im sozialen und kreativen Bereich ein neues Wirkungsfeld gefunden. Fester Bestandteil des Veranstaltungsprogramms des SOS-Kinderdorf-Zentrums sind ihre beliebten Bastel- und Malaktionen für Kinder. Auch das monatlich stattfindende Bilderbuchkino, bei dem Geschichten vorgelesen und die Bilder aus dem Buch parallel Seite für Seite an die Wand projiziert werden, findet immer ein begeistertes Publikum. Besonders am Herzen liegen Marion Glass auch die Kinderbuchflohmärkte, die mehrmals im Jahr stattfinden: „Kinder müssen Bücher haben“, betont die Rentnerin, die inzwischen dreifache Großmutter ist, „sie regen die Fantasie an, man kann mit ihnen Abenteuer erleben und sich entspannen.“ Die Leseförderung im Zentrum ist für sie deshalb von besonderer Bedeutung.

Für die Zukunft wünscht sich Marion Glass, noch mehr ihrer Ideen in die Tat umsetzen zu können. „Ich habe noch so viele Pläne und bin voller Tatendrang, hier noch einiges auf die Beine zu stellen.“ Gerade erst angelaufen ist zum Beispiel das von ihr initiierte offene Zwillingstreffen. Hier können Eltern von Zwillingen ihre Erfahrungen über Elternfreuden und Erziehungsstress im Doppelpack austauschen. „Der Andrang ist enorm“, erzählt die Bremerin, „wenn Ideen von mir auf so viel Anklang stoßen, motiviert mich das zu immer neuen Taten.“ Und manchmal profitiert die Rentnerin sogar selbst von ihren eigenen Angeboten, zum Beispiel beim Handarbeitsstammtisch, bei dem es eigentlich darum geht, dass Ältere jungen Menschen beim Handarbeiten helfen – „hier habe ich selbst erst Strümpfe stricken gelernt“, lächelt sie.