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Kamerun

Ein Kind an der Tafel und eine Frau schaut durch ein Mikroskop Die Republik Kamerun liegt am Golf von Guinea, eingegrenzt von Äquatorialguinea, Gabun und dem Kongo im Süden, der Zentralafrikanischen Republik im Osten und dem Tschad und Nigeria im Norden. Das 475.440 km² große Land besteht zu 50 Prozent aus Wald und Buschland. Die Klimaverhältnisse sind eher tropisch.

Kamerun gliedert sich in einen überwiegend englischsprachigen Teil im Westen und einen französischsprachigen Teil im Osten auf, was darauf zurückzuführen ist, dass bis 1959 bzw. 1961 die Franzosen und Briten das Land nach dem ersten Weltkrieg unter sich aufgeteilt hatten. Kamerun erlebte in seiner Geschichte schon viele Kolonialherren. Bis 1884 war es durch die Portugiesen besetzt, danach kamen die Deutschen bis 1918. Seit 1982 wird das Land durch den Präsidenten Paul Biya regiert, der bei den Wahlen im Oktober 2011 ein weiteres Mal im Amt bestätigt worden war.

Kamerun hat knapp 20 Millionen Einwohner. 50 Prozent davon sind Christen und etwa 20 Prozent Moslems. Die Bevölkerung setzt sich aus über 200 verschiedenen ethnischen Gruppen zusammen. Amtssprachen sind Französisch und Englisch sowie über 200 lokale Sprachen und Dialekte.

Wirtschaftlich gesehen geht es Kamerun im Vergleich zu den restlichen Ländern Afrikas relativ gut. Aufgrund der günstigen klimatischen Verhältnisse ist es in der Lage, sich weitestgehend selbst zu versorgen. Dennoch leben etwa 40 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze.


SOS-Kinderdorf Mbalmayo


Im Herbst 1994 wurde in Mbalmayo, einer Kleinstadt ca. 40 km von der Hauptstadt Yaoundé entfernt, mit den Bauarbeiten begonnen. Auf einem ca. 6,5 ha großen Grundstück, das von den dortigen Behörden zur Verfügung gestellt worden war, entstanden 11 Familienhäuser, ein Dorfleiterhaus, ein Verwaltungsgebäude, ein Gästehaus, eine Mehrzweckhalle und eine Ambulanzstation. Im Oktober 1997 konnten die ersten SOS-Familien in das neue Kinderdorf Mbalmayo einziehen.

SOS-Jugendeinrichtung Mbalmayo

Angeschlossen an das SOS-Kinderdorf ist eine aus vier Häusern (je zwei für Mädchen und zwei für Jungen) bestehende SOS-Jugendeinrichtung. Hier leben die Jugendlichen während ihrer Ausbildung und werden auf ein Leben in Selbständigkeit vorbereitet.

SOS-Hermann-Gmeiner-Grundschule und Kindergarten Mbalmayo

Auf dem gleichen Gelände wurden eine 12-klassige Hermann-Gmeiner-Primary School und ein 6-klassiger Kindergarten errichtet. Die als Privatschule geführte Hermann-Gmeiner-Primarschule mit über 400 Schülern nahm im Oktober 1998 ihren Betrieb auf.

SOS-medizinisches Zentrum Mbalmayo

Die Ambulanzstation am Rande des SOS-Kinderdorfes Mbalmayo, die im Januar 1998 ihren Betrieb aufnahm, steht auch den Menschen aus der Nachbarschaft offen. Ein Arzt, ein Apotheker, drei Krankenschwestern, zwei Laboranten sowie vier Schwesternhelferinnen sind hier beschäftigt. Monatlich können in der Ambulanzstation ca. 350 Patienten medizinisch versorgt werden.

SOS-Sozialzentrum Mbalmayo

Angeschlossen an das medizinische Zentrum wurde im Sommer 2004 ein SOS-Sozialzentrum eröffnet. Das SOS-Sozialzentrum bietet Familienstärkungsprogramme für bedürftige Familien und HIV/Aids-Betroffene mit Schwerpunkt Aufklärung und Beratung an und unterstützt mit Medikamenten.

SOS-Kinderdorf-Einrichtungen in Kamerun:

  • 2 SOS-Kinderdörfer
  • 2 SOS-Kindergärten
  • 1 SOS-Jugendeinrichtung
  • 2 Hermann-Gmeiner-Grundschulen
  • 2 SOS-Medizinische Zentren
  • 1 SOS-Sozialzentrum

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