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Im Kinderdorf wurde Geburtstag gefeiert
Es war ein großes, buntes Fest, das im SOS-Kinderdorf in Lütjenburg zum 40. Geburtstag der Einrichtung über die Bühne ging. "Gefühlt" war ganz Lütjenburg und Umgebung da, um sich in den offenen Kinderdorfhäusern, der Kindertagesstätte, im Kinder- und Jugendhaus und den Räumen für Familien, benachteiligte junge Menschen und andere Zielgruppen umzusehen. Rund 4.000 Gäste wurden schließlich gezählt. Sie alle genossen bei schönstem Spätsommerwetter ein Programm, das mit vielen Aktionen, Musik und Überraschungen aufwartete.
Für die kleinen Besucher der SOS-Kinderdorf-Geburtstagsparty ist das "Groschengrab" genau das Richtige. Begonnen hatte der Tag mit einem Festakt, an dem viele prominente Gäste teilnahmen. "Starke Kinder, engagierte Erwachsene – eine lebenswerte Gemeinschaft, ohne die Schleswig-Holstein ein Stückchen ärmer wäre", lobte Landtagspräsident Torsten Geerdts, der die Schirmherrschaft des Jubiläums übernommen hatte, das SOS-Kinderdorf. Hier würde beispielgebend ein Beitrag dafür geleistet werden, Kindern Geborgenheit und auch Rückhalt zu geben, damit sie sich zu starken Erwachsenen und verantwortungsvollen Eltern entwickeln könnten, sagte er.
Ein Abenteuerspielplatz mit Seilbahn!
Dr. Gitta Trauernicht, ehrenamtliches Vorstandsmitglied des Kinderdorf-Vereins, sprach von "gefühlten" 400 Jahren sozialen Engagements für Kinder mit schlechten Startbedingungen. Aktuell 60 Kinder können in den Kinderdorffamilien aufwachsen; rechnet man die diversen SOS-Einrichtungen dazu, werden derzeit rund 380 Kinder und Jugendliche betreut, wie Kinderdorfleiterin Barbara Gonnermann berichtete. Der Clou des Festes war die Eröffnung des völlig neu gestalteten Abenteuerspielplatzes, die Armin Maiwald, der Erfinder der "Sendung mit der Maus" vornahm. "Kinder sollen im Schwung des Lebens bleiben", betonte er und gab dem ersten Kind, das die neue Seilbahn hinuntersauste, einen kräftigen Schubs mit auf den Weg.
Immer besetzt und dicht umlagert war auch der "Menschenkicker" – ein Fußballkickergerät aus Holz, das mit Kindern statt mit kleinen Spielfiguren bestückt wurde. Hier konnte jeder feststellen, wie anstrengend Fußball sein kann, wenn man an seinem Platz an der Stange bleiben muss und nur die Beine und Füße bewegen darf.
Mit etlichen Spielangeboten, einer Hüpfburg und ihrer Feldküche war die Bundeswehr des Standorts Lütjenburg dabei. Die Grillstationen des Hamburger Marriott Hotels boten Kulinarisches, und an allen Ecken und Enden gab es vieles zu sehen, zu kosten, zu hören und auszuprobieren. Auch Bärbel Staudler und Kathrin Taubner vom Schönberger Kinder- und Jugendhaus machten mit und bastelten gemeinsam mit Lütjenburger Oberschülerinnen mit den Kindern "Knautschis" aus Luftballons. Alle hatten viel Spaß, und alle waren sich einig: "Ein toller Tag."