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Jamaika

Drei Mädchen in Schuluniform aus dem SOS-Kinderdorf Kingston Jamaika liegt im nordwestlichen Teil der Karibik. Mit einer Gesamtfläche von knapp 11.000 km² ist es die drittgrößte der karibischen Inseln. Die 2,7 Millionen zählende Bevölkerung ist nahezu vollständig afrikanischen Ursprungs, davon hängt nahezu die Hälfte dem christlichen Glauben an. Landeshauptstadt ist Kingston. Offizielle Landessprache ist Englisch, jedoch wird von der einheimischen Bevölkerung überwiegend Patois gesprochen.

SOS-Kinderdorf-Einrichtungen auf Jamaika:

  • 2 SOS-Kinderdörfer
  • 2 SOS-Kindergärten
  • 2 SOS-Jugendeinrichtungen
  • 1 SOS-Grundschule

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Hintergrund

Nach der Kolonisierung 1509 durch die Spanier wurde Jamaika 1655 von England erobert, 1962 wurde das Land in die Unabhängigkeit entlassen. Da Jamaika nach wie vor zum britischen Commonwealth gehört, ist Königin Elisabeth II von England offizielles Staatsoberhaupt der Insel. Ihr Vertreter ist seit Februar 2009 Generalgouverneur, H.E. The Most Honourable Dr. Patrick Linton Allen C.D.

Der Tourismus, Rohstoffexporte (Bauxit, Alumina), Überweisungen von Auslandsjamaikanern und der informelle Sektor bilden das Rückgrat der jamaikanischen Wirtschaft. Das tropische Klima sorgt für eine üppige Vegetation, die Landwirtschaft spielt von daher eine wichtige Rolle. Es werden insbesondere Bananen, Tabak, Ananas, Kakao und Kaffee angebaut. Die Einnahmen schwanken jedoch stark nach den jeweils erzielten Weltmarktpreisen. Nachdem die Weltwirtschaftskrise auch zu einem Rückgang der jamaikanischen Wirtschaft führte, konnte in 2011 jedoch wieder ein leichtes Wachstum verzeichnet werden.

Auch wenn Jamaika zu den wohlhabenderen Ländern der Karibik zählt, lebt jeder fünfte Jamaikaner unterhalb der Armutsgrenze. Die Arbeitslosenquote ist hoch, und insbesondere für junge Menschen ist es schwierig, Arbeit zu finden. In Jamaika besteht keine offizielle Schulpflicht, dennoch ist die Einschulungsrate an den Grundschulen als nahezu vollständig anzusehen. Trotz dieser guten Quote liegt die Zahl derjenigen, die hinterher ein Universitätsstudium anschließen jedoch bei lediglich sechs Prozent.

Die SOS-Kinderdorf-Arbeit in Jamaika begann 1972 mit der Eröffnung des ersten SOS-Kinderdorfes der Insel. Heute gibt es zwei SOS-Kinderdörfer sowie diverse Nebeneinrichtungen.

SOS-Kinderdorf Kingston

Das SOS-Kinderdorf Kingston in Jamaika wurde im Jahre 1984 fertig gestellt. Es liegt am Rande der Hauptstadt Kingston. Die auf dem Grundstück befindliche Ruine einer früheren englischen Kaserne wurde wieder aufgebaut und dient heute als Gemeindezentrum. Um dieses Zentrum herum gruppieren sich die 14 Familienhäuser, die Platz für knapp 130 Kinder bieten. In den Folgejahren wurden auf dem Kinderdorfgelände noch ein Personalwohnhaus, eine Mehrzweckhalle und ein Spielplatz gebaut.

SOS-Kindergarten und Schule

1995 wurde der Standort um einen drei-gruppigen SOS-Kindergarten für 80 Kinder erweitert, von denen die Mehrzahl aus der Nachbarschaft des Kinderdorfes kommt. Des Weiteren erfolgte in 2001/2002 der Bau einer 9-klassigen Hermann-Gmeiner-Grundschule für 200 Schüler, da die Schulen der Umgebung nicht ausreichend Kapazitäten für die stark angestiegene Schülerzahlen bieten konnten. Bereits im September 2002 nahm sie mit 100 Schülern ihren Betrieb auf.

Für die dem Kinderdorf entwachsenen männlichen Jugendlichen wurde 1993 in der Stadt Kingston eine SOS-Jugendeinrichtung gegründet, in der die Jugendlichen darauf vorbereitet werden, ein eigenständiges Leben zu führen und selbständig zu werden.

Eine Patenschaft für ein Kind - eine gute Investition in die Zukunft