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SOS-Kinderdorf: Mehr als 60 Jahre Erfolgsgeschichte
Als Hermann Gmeiner im Jahr 1949 begann, die Idee für die ersten SOS-Kinderdörfer zu verwirklichen, ging es ihm hauptsächlich darum, Waisenkindern ein neues Zuhause zu bieten. Kinder, die ihre Eltern im Krieg verloren hatten, sollten durch die SOS-Kinderdorfmutter die Liebe und Geborgenheit erfahren, die nur eine Familie geben kann. Obwohl die SOS-Kinderdörfer weiterhin im Vordergrund stehen, gibt es mittlerweile zahlreiche weitere SOS-Einrichtungen, die Kindern, Jugendlichen und jungen Familien helfen, ihr Leben zu meistern.
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1949
Vor sechs Jahrzehnten gründet der damals 30-jährige Medizinstudent Hermann Gmeiner den Verein SOS-Kinderdorf und legt den Grundstein für das erste Familienhaus im SOS-Kinderdorf Imst in Tirol (Österreich). Sein Ziel: Verlassenen Kindern und Kriegswaisen ein Zuhause schenken.
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1955
Am 8. Februar 1955 wird der deutsche SOS-Kinderdorf-Verein gegründet. Die Geschäftsstelle besteht aus zwei kleinen Räumen im Münchner Stadtteil Schwabing, später zieht die Geschäftsstelle nach Dießen am Ammersee. Gründungsmitglieder sind Jürgen Froelich, Hermann Gmeiner, Dr. Franz Gregorkiewitz, Fritz Haider, Dr. Peter Hecker, Franz Klauninger, Wilfried Peters, Dr. Hansheinz Reinprecht, Siegfried Sawallich und Karl Uhland.
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1958
Die Bauarbeiten zum ersten deutschen SOS-Kinderdorf in Dießen am Ammersee beginnen 1956. Zwei Jahre Jahr später ziehen dort die ersten SOS-Kinderdorf Familien ein. Neun Jahre nach der Gründung des SOS-Kinderdorfes Imst gibt es in Österreich, Deutschland, Frankreich und Italien schon 20 SOS-Kinderdörfer.
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1960er
SOS-Kinderdorf entwickelt spezielle Hilfsangebote für Jugendliche und junge Erwachsene. Zunächst entstehen in den SOS-Kinderdörfern Einrichtungen, die Jugendliche auf die Selbstständigkeit vorbereiten. Dazu kommen in den 70er Jahren SOS-Jugendwohngemeinschaften und ambulante Betreuungsangebote für Jugendliche.
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1963
Immer wieder erreichen SOS-Kinderdorf internationale Hilferufe. Hermann Gemeiner entschließt sich zum Bau von SOS-Kinderdörfern in Asien und Südamerika. Das erste asiatische SOS-Kinderdorf entsteht in Daegu (Südkorea).
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1964
SOS-Kinderdorf International wird gegründet: Die Dachorganisation aller SOS-Kinderdorf Vereine koordiniert von Innsbruck aus die weltweite SOS-Kinderdorf Arbeit.
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1967
SOS-Kinderdorf eröffnet eine vereinseigene Mütterschule. Dort werden die fachlichen Qualifikationen der SOS-Kinderdorfmütter in einer zweijährigen Ausbildung weiter verbessert.
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1977
Der deutsche SOS-Kinderdorf Verein baut sein Angebot weiter aus: die ersten SOS-Beratungszentren werden gegründet. Sie sollen besonders sozial benachteiligte Familien erreichen. Nach 1977 entstehen SOS-Beratungszentren in Berlin, Bernburg, Cottbus, Eisenberg, Garmisch-Partenkirchen, Landsberg, Lüdenscheid, München, Prignitz, Schieder, Weimar und Wilhelmshaven.
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1978
Die SOS-Dorfgemeinschaften bieten seit 1978 erwachsenen Menschen mit geistiger Behinderung einen Ort zum Leben und zum Arbeiten. Den Anfang macht die SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth. Der SOS-Hof Bockum und die SOS-Dorfgemeinschaft Grimmen-Hohenwieden folgen.
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1980
In Deutschland finden immer weniger junge Menschen einen Ausbildungsplatz. SOS-Kinderdorf reagiert auf diese Situation mit der Gründung des ersten SOS-Ausbildungszentrums in Detmold. In den Folgejahren werden Ausbildungszentren in Nürnberg und Berlin gegründet. Sie ermöglichen jungen Männern und Frauen eine Ausbildung und schenken ihnen so eine Perspektive für die Zukunft.
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1980
SOS-Kinderdorf übernimmt 1980 die Trägerschaft für die Mütterzentren in Salzgitter und München und intensiviert damit sein Engagement für Mütter und Kinder. 1991 wird das SOS-Mütterzentrum Zwickau eröffnet. In den SOS-Mütterzentren finden die unterschiedlichsten Menschen Unterstützung und Entlastung, sie können mitreden, mitentscheiden und mitarbeiten.
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1986
Hermann Gmeiner stirbt nach kurzer schwerer Krankheit. Er wird im SOS-Kinderdorf Imst begraben. Hermann Gmeiner hinterlässt 233 SOS-Kinderdörfer in 85 Ländern der Welt. Sein Nachfolger wird Helmut Kutin, der selbst in einem SOS-Kinderdorf aufgewachsen ist.
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1990
Die Wiedervereinigung stellt den SOS-Kinderdorf e.V. vor neue Herausforderungen und führt zu einer Phase des Aufbaus in den neuen Bundesländern. Im Osten Deutschlands entstehen elf neue SOS-Kinderdorf Gemeinschaften. Es gilt, vernetzte Angebote zu entwickeln, die Kinder, Jugendliche und ihre Familien umfassend unterstützen und Hilfestellungen in der gesellschaftlichen Umbruchsituation bieten.
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1999
Die Professionalisierung des Berufes SOS-Kinderdorfmutter wird weiter vorangetrieben. Die Mütter erhalten eine berufsbegleitende Ausbildung zur Erzieherin. Die Arbeit in der SOS-Kinderdorffamilie gestalten sie im Team mit weiteren pädagogischen Mitarbeitern.
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2004
Die SOS-Kinderdörfer erobern die Stadt. Im SOS-Kinderdorf Berlin-Moabit entstehen zum ersten Mal SOS-Kinderdorf Familien in einem städtischen Umfeld. Sie sind integriert in einen Verbund, der umfassende Hilfen für Familien in einem stark belasteten Stadtteil anbietet.
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2007
Das Jahr der SOS-Mehrgenerationenhäuser: Nachdem Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen das SOS-Mütterzentrum in Salzgitter offiziell zum ersten Mehrgenerationenhaus Deutschlands ernannt hat, folgen viele weitere SOS-Einrichtungen. Neben den SOS- Mütterzentren bekommen auch die SOS-Jugendhilfen Nürnberg und das SOS-Kinderdorf Saar den Titel "Mehrgenerationenhaus" verliehen.
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2007 - In Lettland wird das 100. SOS-Kinderdorf in Europa eingeweiht
Das SOS-Kinderdorf "Valmiera" liegt an der Grenze zwischen Lettland und Estland. Es ist die zweite SOS-Kinderdorf-Einrichtung in dem baltischen Staat, der in etwa so groß wie Bayern ist. Die ersten 13 Kinder sind schon in ihre SOS-Kinderdorffamilien eingezogen, in den kommenden Monaten werden weitere 67 Kinder aufgenommen.
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2008
Aus der Idee von Hermann Gmeiner ist längst ein international agierendes Sozialwerk geworden. Nach wie vor engagiert sich SOS-Kinderdorf weltweit für Kinder, Jugendliche und Familien. Allein im Jahr 2008 hat der Verein 16 neue SOS-Gemeinschaften eingeweiht, darunter Kinderdörfer in Indonesien, Indien, Argentinien, Sierra Leon, Niger und Laos.
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2009
60 Jahre nach der Gründung von SOS-Kinderdorf sind die SOS-Kinderdorfvereine weltweit in 132 Ländern tätig. In über 470 SOS-Kinderdörfern und weiteren über 1.400 Hilfsprojekten unterstützen die SOS-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Familien. Ermöglicht wird die Arbeit von SOS-Kinderdorf durch die Hilfe von mehr als 5 Millionen Freundinnen und Freunden sowie Spenderinnen und Spendern auf der ganzen Welt.
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2010
Nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti werden hunderte unbegleitete Kinder im SOS-Kinderdorf Santo in Port-au-Prince aufgenommen. Tausende Menschen werden täglich mit Essen versorgt und bei Bedarf medizinisch betreut. In Düsseldorf entstehen neue Angebote: die SOS-Kinder- und Jugendhilfen setzen sich mit dem Schwerpunkt "schulbezogene Sozialarbeit" für Kinder und Jugendliche aus den Brennpunkten ein.
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2011
SOS-Kinderdorf startet in Haiti mit dem Bau neuer Schulen und erweitert langfristige Sozialprogramme für Kinder und Familien. Am Horn von Afrika wird ein Nothilfe-Programm gestartet, das Tausende Menschen vor dem Verhungern rettet. In den Flüchtlingscamps in Mogadischu, Somalia, und der Bay-Region in Südsomalia wird medizinische Nothilfe geleistet. In Deutschland wird das SOS-Kinderdorfzentrum in Bremen neu eröffnet.
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