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Haiti nach dem Erdbeben - SOS-Kinderdorf hilft langfristig

Auch Wochen nach dem verheerenden Erdbeben auf Haiti werden unbegleitete Kinder im SOS-Kinderdorf Santo aufgenommen. Das Kinderdorf in der Nähe der Hauptstadt Port-au-Prince konnte bereits für hunderte Kinder und ihre Familien eine Notunterkunft direkt nach dem Erdbeben am 12. Januar zur Verfügung stellen.

Eine SOS-Kinderdorf-Mitarbeiterin kümmert sich um ein kleines Baby Immer mehr Familien werden durch das Nothilfeprogramm von SOS-Kinderdorf versorgt. Zurzeit erhalten über 500 Kinder tägliche Lebensmittelrationen. Über die Gemeindezentren und SOS-Familienstärkungsprogramme sollen in den kommenden Tagen und Wochen bis zu 7.000 Kinder regelmäßig mit Essen und Trinken versorgt werden können. Nach der vereitelten Entführung von über 30 Kindern durch eine freikirchliche Organisation aus den USA in der vergangenen Woche wurden die Kinder im SOS-Kinderdorf Santo aufgenommen. Wie sich herausstellte, handelte es sich nicht um Waisenkinder: "Die meisten Kinder haben noch Familie", so Patricia Vargas, zuständig für SOS-Kinderdorf in Zentralamerika, Mexiko und der Karibik. Die meisten der Kinder waren in schlechter körperlicher und seelischer Verfassung und wurden sofort medizinisch und psychologisch betreut. Auch für viele der anderen aufgenommenen, unbegleiteten Kinder im SOS-Kinderdorf ist die Zukunft noch ungewiss. Im Mittelpunkt der Arbeit aller SOS-Mitarbeiter stehen die Anstrengungen, die Kinder mit ihren Eltern oder anderen Familienangehörigen zusammenzubringen.Das Video, das SOS-Mitarbeiter auf Haiti uns zur Verfügung stellten konnten, zeigt Ausschnitte aus dem Nothilfeprogramm des SOS-Kinderdorfes Santo und die Bemühungen, den aufgenommenen Kindern ein Stück Normalität im Alltag zurückzugeben.

Videogerät:

Auf Haiti gibt es zwei SOS-Kinderdörfer und 10 weitere SOS-Einrichtungen wie Schulen, Berufsausbildungszentren und Jugendeinrichtungen. Das SOS-Kinderdorf Santo, das älteste SOS-Kinderdorf Haitis, wurde 1979 errichtet und bietet 190 Kindern ein Zuhause. Es liegt nur 12 km von der schwer vom Erdbeben betroffenen Hauptstadt Port-au-Prince entfernt. Auf dem Gelände unterhält SOS-Kinderdorf ebenfalls eine SOS-Hermann-Gmeiner-Schule.