Guinea

Ein Junge trägt ein Mädchen mit bunten Zöpfen auf den Schultern und zwei Kinder bei der Schularbeit Die Republik Guinea liegt zwischen Guinea-Bissau und Sierra Leone an der Westküste Afrikas. Im Osten grenzt sie an den Senegal, Mali, die Elfenbeinküste und Liberia. Knapp 60 Prozent der Landesfläche von 245.857 km² sind Wald und Buschland.

SOS-Kinderdorf-Einrichtungen in Guinea:

  • 3 SOS-Kinderdörfer
  • 3 SOS-Kindergärten
  • 3 SOS-Jugendeinrichtungen
  • 6 SOS-Schulen
  • 4 SOS-Sozialzentren

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Hintergrund

1958 wurde Guinea als erstes Land in Westafrika durch einen Volksentscheid von Frankreich unabhängig. Guinea hat etwa 11 Millionen Einwohner. Über 90 Prozent der Bevölkerung sind Muslime. Offizielle Landessprachen sind Französisch sowie acht weitere nationale Sprachen.

Guinea, das reich an Bodenschätzen ist (größte Bauxitvorkommen der Welt) und über ein beträchtliches landwirtschaftliches Potenzial verfügt, zählt zu den ärmsten Ländern der Welt und ist auf ständige Hilfe aus dem Ausland angewiesen. Bedingt durch Misswirtschaft und massiver staatlicher Einflussnahme der Regierung des früheren Präsidenten Touré brach die Infrastruktur des Landes komplett zusammen.

Nach dem Tod Tourés wurde Mitte der 80-iger Jahre mit der Umsetzung wirtschaftlicher Reformen begonnen (Einführung eines Wechselkurssystems, Verschlankung der öffentlichen Verwaltung, Privatisierungsmaßnahmen usw.) und die Infrastruktur erneuert, was einen Bauboom und eine Stärkung des Handwerkssektors zur Folge hatte. Im November 2010 fanden in Guinea die ersten demokratischen Präsidentschaftswahlen statt.

Die Bevölkerung Guineas leidet unter einer Vielzahl von Problemen. Über die Hälfte lebt unterhalb der Armutsgrenze, ein Viertel leidet unter Unterernährung. Mit gut einem Drittel der Erwachsenen ist die Alphabetisierungsquote (Frauen: nur 22 Prozent) sehr niedrig. Schulen und Universitäten kämpfen mit schlechter Ausstattung und fehlendem gut ausgebildetem Personal. Besonders Schul-und Universitätsabgänger sind von der landesweit hohen Arbeitslosigkeit stark betroffen.

SOS-Kinderdorf Conakry

Das 1990 eröffnete SOS-Kinderdorf Conakry liegt ca. 15 km von der Stadtmitte der gleichnamigen Stadt entfernt. Es besteht aus 11 Familienhäusern, einem Verwaltungsgebäude, einem Dorfleiterhaus und einer Jugendeinrichtung für dem Kinderdorf entwachsene Jugendliche. Angeschlossen an das SOS-Kinderdorf ist ein 4-klassiger SOS-Kindergarten, in dem im Zwei-Schicht-Betrieb bis zu 250 Kinder betreut werden. Der SOS-Kindergarten steht auch den Kindern aus der Umgebung des SOS-Kinderdorfes offen.

SOS-Hermann-Gmeiner-Grund- und Sekundarschule Conakry

Um dem schlechten schulischem Angebot zu begegnen, wurde 1987 zeitgleich mit dem SOS-Kinderdorf eine SOS-Hermann-Gmeiner-Grund- sowie 2006 eine Sekundarschule mit insgesamt 12 Klassenräumen erbaut. Auch die Schule arbeitet im Zwei-Schicht-Betrieb und bietet Platz für 700 Schüler, die sowohl aus dem SOS-Kinderdorf kommen als auch von extern.

SOS-Sozialzentrum Conakry

In 2007 wurde zusätzlich ein SOS-Sozialzentrum ins Leben gerufen, um ein Auseinanderbrechen gefährdeter Familien zu verhindern. Die hier angebotenen Hilfen orientieren sich an den jeweiligen Bedürfnissen der betroffenen Familien. Dies können z.B. sein: Ausbildungsprogramme für Erwachsene, Gesundheitsvorsorge, Beratung, Nachbarschaftshilfen.

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