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WerkStattSchule und Schulhandwerker
Konflikte mit Eltern, Schulmüdigkeit, Konflikte mit Mitschülern und Lehrern ist in vielen Biographien von jungen Menschen der erste Schritt zum Ausstieg aus dem gewohnten Lebensmittelpunkt und der Einstieg zu einem Leben auf der Straße. Aus dieser Erkenntnis entstand vor über zehn Jahren das arbeitspädagogische Projekt „WerkStattSchule“ in Kooperation mit der Freiburger Albert-Schweizer-Schule lll in Landwasser.
Schulmüde Schülerinnen und Schüler im Alter von 8-14 Jahren erhalten in Nachmittagsgruppen die Möglichkeit, in gemeinsamen Arbeitsprojekten handwerklichen und organisatorischen Fähigkeiten zu erfahren und zu üben. Dabei setzen wir bewusst an den Ressourcen der Schülerinnen und Schüler an und ermutigen dazu, Projekte und Gestaltungsräume zu entwickeln. Durch die gemeinsame Planung, Organisation und Durchführung erkennen und erlernen die Kinder wesentliche Kompetenzen, die auch zu neuen schulischen Perspektiven führen.
Die Entwicklung der Arbeitsprojekte wird dabei in die Verantwortung der Kinder gestellt während die Erwachsenen sich als Impulsgeber und Begleiter verstehen. Beispiele für Arbeitsprojekte sind die Renovierung eines alten Bauwagens, der uns von dem Verein „Aktion für Kinder“, eine Initiative der Alexander Bürkle Gruppe (www.whk-online.de) geschenkt wurde. Er dient uns nun als Standort auf dem Mundenhof. Weitere Beispiele sind das Anlegen eines kleinen Gemüsegartens und der Bau eines Eiswagens.
Die Erfolge sprechen für sich
Alle Kinder, die die Gruppen verließen, haben über ihre neu erworbene Selbstorganisation und ihr gestärktes Selbstbewusstsein ihre schulischen Probleme selbst in die Hand nehmen können. Dies war und ist ein wichtiger Schritt für ihr gesamtes weiteres Leben.2007 hat sich das Projekt erweitert und findet auch an der Reinhold-Schneider-Grundschule in Littenweiler statt. Am „Schulhandwerker“-Projekt nehmen vorwiegend Kinder mit Migrationshintergrund teil, häufig auch mit unsicherem Aufenthaltsstatus. Sie erledigen Arbeiten in der Schule und auf dem Schulhof. So übernehmen sie zum Beispiel kleinere Reparaturen oder Renovierungsarbeiten und haben auf dem Schulhof eine Schulhütte aus Holz gebaut. Neben zahlreichen handwerklichen und organisatorischen Kompetenzen erfahren die Kinder durch Ihre Tätigkeit Anerkennung und positive Aufmerksamkeit, auch bei ihren Mitschülerinnen und Mitschülern und gelangen so zu neuem Selbstbewusstsein.