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Abenteuerreise ins Land der Farben und Formen
"Jeder Mensch hat ein elementares Bedürfnis sich kreativ-schöpferisch auszudrücken!"Mit dieser Feststellung ging die Künstlerin Manuela Osterburg mit behinderten Menschen der Lebenshilfe Saarbrücken und mit der berufsvorbereitenden Maßnahme „STABIL“ an ein vielversprechendes Kunstprojekt.
Petra Fischer, die zuständige Sozialarbeiterin in STABIL hob hervor, dass die Kooperation mit der Lebenshilfe bereits in der Vergangenheit immer wieder eine gute Grundlage für erfolgreiche Aktionen war. Die Jugendlichen aus der Kreativgruppe hatten den Auftrag, das Entstehen der Kunstwerke zu beobachten und fotografisch fest zu halten. Anschließend mussten sie zur Vernissage eine Power Point Präsentation erstellen, die den offiziellen Gästen vorgestellt wurde. „Den Jugendlichen wurde sehr viel abverlangt“, so die Sozialpädagogin. „Und es ist für mich immer wieder verwundernd, wie konzentriert sie bei solchen Projekten über längere Zeit arbeiten können.“
Mitmachen statt beobachten
Dass Bianca (18) am Anfang trotz der langen Vorbereitung im Vorfeld zur Aktion mit ihren Berührungsängsten nicht alleine da stand konnte sie wohl ahnen. Sie stellte aber fest, dass ihre Unsicherheit schnell verschwand: „Wir wurden von den behinderten Teilnehmer/innen ganz schnell und wie selbstverständlich am künstlerischen Prozess beteiligt. Nichts war es mit ‚Abstand halten und von außen beobachten’, mitmachen war angesagt.“ Für Daniel (21) war es deshalb auch eine ganz besondere Erfahrung, als er für ein Portrait Modell sitzen musste und nachher das Ergebnis mit einem anerkennenden „cool“ quittierte. Als anschließend die Skulpturengestaltung aus gerupftem Packpapier anstand, war von zwei Gruppen kaum noch etwas zu erkennen. Es war eine große Gemeinschaft entstanden.
Beim kurz darauf stattfindenden Sommerfest der Lebenshilfe gab es ein Wiedersehen und bei der abschließenden Vernissage ernteten die Jugendlichen viel Lob von allen kunstinteressierten Besucher/innen und fast alle Bilder fanden einen Käufer. Helga Kugler, die Koordinatorin der Maßnahme Stabil, freut sich schon auf das nächste gemeinsame Projekt, das gleich bei der Feier beschlossen wurde. Und sie stellt mit Begeisterung fest: „So entsteht gelebte Inklusion und eine gute Vernetzung zwischen dem SOS-Kinderdorf Saarbrücken und den anderen Trägern des Sozialraumes.