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Familientage in den Ferien
Endlich Urlaub! Endlich Zeit für sich und die Familie!
Die Erzieherin Ramona Winter vom Triple-J-Team des SOS-Beratungszentrums Prignitz gibt 10 Tipps für entspannte Familientage in den Ferien.
Tipp 1: Unternehmen, was den Kindern Spaß macht
Ramona Winter: „Bevor Sie einen stundenlangen Ausflug in einen Freizeitpark planen, überlegen Sie, ob Ihre Kinder das überhaupt brauchen. Die Erfahrung zeigt, dass der Nachwuchs am glücklichsten ist, wenn die Eltern sich einfach mal Zeit nehmen und so Alltägliches mit ihnen unternehmen wie Sandburgen bauen oder Streifzüge durch den nahegelegenen Wald. Nicht das Materielle zählt, sondern die gefühlten, gemeinsamen Erlebnisse. Und die alte Weisheit stimmt: Sind die Kinder glücklich, geht es auch den Eltern gut!“
Tipp 2: Das Auto stehen lassen
Ramona Winter: „In unserer dünn besiedelten Region sind viele Familien auf das Auto angewiesen. Für unsere Kinder sind deshalb Bahnfahrten ein besonderes Erlebnis. Planen Sie Ihren nächsten Familienausflug doch einfach mal mit öffentlichen Verkehrsmitteln!“
Tipp 3: Genügend Verpflegung und Wasser mitnehmen
Ramona Winter: „Egal ob man mit der Bahn, dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs ist: Nehmen Sie Brote, Gummibärchen und mehrere Wasserflaschen mit! Es gibt nicht viel Schlimmeres als hungrige, durstige Kinder und keine Verpflegungsstation in der Nähe. Und: Die Sonnencreme und Sonnenkäppis nicht vergessen!“
Tipp 4: Pausen machen
Ramona Winter: „Auch wenn man selbst noch locker fünf Kilometer radeln könnte, achten Sie auf die Kondition Ihrer Kinder und planen Sie rechtzeitig Pausen ein! Wir haben mit unseren Sohn zwischendurch immer mal die Räder abgestellt und eine Partie Uno gespielt oder die Füße im Wasser kühlen lassen.“
Tipp 5: Zeit haben
Ramona Winter: „Halten Sie die Ferientage frei von anderen Verpflichtungen, damit Sie sich ganz Ihren Kindern widmen können. Statt einkaufen und kochen geht man am Ende des Tages mit der ganzen Familie in den Biergarten oder in die Pizzeria. Schon ältere Kinder finden es richtig spannend, fremdländische Küchen zu entdecken. Gehen Sie ruhig mal japanisch oder thailändisch mit ihnen essen.“
Tipp 6: Die Heimat erkunden
Ramona Winter: „Viele Eltern kennen ihre Umgebung gar nicht richtig. Spielen Sie doch mal Tourist in der eigenen Stadt und holen Sie sich beim Touristenbüro oder in der Stadtinformation Flyer und Kartenmaterial für Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung. Bei uns in der Prignitz kann man wunderbare Radausflüge entlang von Flüssen unternehmen und an vielen Stellen die Angel auswerfen.“
Tipp 7: Die Klassiker Tierpark und Schwimmbad oder See nutzen
Ramona Winter: „Ein Tierparkbesuch ist immer spannend und macht auch bei kühlerem Wetter Spaß. An richtig heißen Tagen verspricht hingegen das Schwimmbad oder der See die schönste Abkühlung. Am besten nutzt man die Vormittagsstunden, wenn die Sonne noch nicht so stark ist. Suchen Sie sich mit den Kindern unbedingt einen geschützten, schattigen Bereich!“
Tipp 8: Ausflüge in die Großstadt
Ramona Winter: „Für die Kinder unserer Region sind Ausflüge nach Berlin das Allergrößte. Allein das Beobachten der fremden Kulturen und der Punker ist für sie schon etwas Besonderes. Außerdem hat man in der Großstadt natürlich ein viel größeres Angebot an kulturellen Einrichtungen. Auch die riesige Auswahl an Shopping-Möglichkeiten ist für ältere Kinder der Hit. Mein 15-jähriger Sohn genießt es, mit mir durch die Läden zu streifen.“
Tipp 9: Museen besuchen und Türme besteigen
Ramona Winter: „Viele Museen bieten speziell für Kinder eigene Programme oder Führungen an. Und wenn man das Museum auf eigene Faust erkundet: Versuchen Sie möglichst nicht alles abzuhaken, sondern picken Sie einige Highlights für Ihre Kinder heraus. Danach kann man sich die Welt mal von oben betrachten: Der Ausblick von Fernsehtürmen, Kirchtürmen oder Hochhäusern bietet einen fantastischen Eindruck von der Umgebung und schafft bleibende Erinnerungen.“
Tipp 10: Gemeinsame Erlebnisse pflegen
Ramona Winter: „Weißt Du noch, als wir alle zusammen die riesige Forelle aus dem Wasser gezogen haben?“ „Kannst Du Dich noch erinnern, wie fantastisch die Pizza in der kleinen Berliner Pizzeria geschmeckt hat?“ „Solche Gespräche lassen die Erinnerung an einen tollen Ferientag wieder aufleben. Und wenn die Sätze von den Kindern kommen, wissen Sie, dass sie den gemeinsamen Tag richtig genossen haben.“
Und was macht man in der restlichen Sommerferienzeit, wenn die Eltern keinen Urlaub mehr haben?
Ramona Winter empfiehlt, die regionalen Ferienangeboten für Kinder und Jugendliche zu nutzen. Ihr Sohn fährt dieses Jahr mit einem Kinder- und Jugendreisenveranstalter in ein Feriencamp nach Ungarn. Ramona Winter: „Es hat sich bewährt, dass er sich für solche Freizeiten immer gemeinsam mit einem Freund anmeldet. So hält sich das anfängliche Heimweh in Grenzen.“
Die Erzieherin selbst veranstaltet mit ihren sechs Kolleginnen und Kollegen vom Triple-J-Team des Beratungszentrums Prignitz in den ersten beiden Ferienwochen das „Mittelalterliche Spektakel“ auf der Plattenburg.
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