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Eine Einrichtung für junge Menschen in Wohnungsnot




Zur aktuellen Situation

Unter der Brücke Immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene verlegen ihren Lebensmittelpunkt auf die Straße. Sie werden wohnungslos oder suchen fernab von familiären oder öffentlichen Hilfesystemen einen Neuanfang. Die Gründe hierfür sind unterschiedlich. Waren früher eine häufig von Armut und Gewalt geprägte familiäre Situation und daraus resultierende schulische Schwierigkeiten die Ursachen von Straßenkarrieren, so kommen heute weitere Faktoren zu: Ein Rückzug der Jugendhilfe, eine rigide Sanktionspraxis für Unter-25-Jährige Hartz-IV-EmpfängerInnen sowie eine ebenfalls im Hartz-IV-Gesetz verankerte Regelung, dass keine Unterkunftskosten für diese Personengruppe übernommen werden, verschärfen die Lebenssituation junger Menschen.

Eine seit 20 Jahren stattfindende Stichtagserhebung der Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Baden Württemberg (http://www.liga-bw.de/Stichtagserhebung-Wohnungslosenhilfe.151.0.html) ergab, dass 2010 ca. 750 Menschen die Freiburger Einrichtungen der Straffälligen- und Wohnungslosenhilfe angelaufen haben. Ca. 22% davon waren unter 30 Jahren. Damit stellt sich Freiburg mit Karlsruhe und Stuttgart an die Spitze der Baden-Württembergischen Erhebung.

Aus unserer Erfahrung muss zusätzlich von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden, da diese Personengruppe häufig erst nach dem Scheitern von provisorischen Notlösungen im öffentlichen Hilfesystem auftauchen. Diese jungen Menschen brauchen besondere Hilfen gekoppelt mit einer verlässlichen und intensiven pädagogische Begleitung, die meist über die normalen Angebote der Wohnungslosenhilfe hinaus geht und keine Finanzierung findet.