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Fachtag des SOS-Hilfeverbund Hamburg: Alle Vorträge zum Download
"Ich bin da und bleibe da – Die ’neue Autorität’ in Elternhaus, Schule und Öffentlichkeit"
Einen rundum interessanten, spannenden und angenehmen Tag verlebten die 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des diesjährigen Fachtages des SOS-Hilfeverbundes Hamburg unter der Überschrift "Ich bin da und bleibe da- die "neue Autorität" in Elternhaus, Schule und Öffentlichkeit" in den Räumlichkeiten der der katholischen Akademie. Zu diesem Anlass lud der SOS-Hilfeverbund Hamburg die Referenten Prof. Dr. phil. Haim Omer, Lehrstuhlinhaber für Klinische Psychologie an der Universität Tel Aviv und Michael Grabbe, Diplom Psychologe und Lehrtherapeut am Institut für Familientherapie Weinheim ein.
Maren Peters, Leiterin des SOS-Hilfeverbundes Hamburg begrüßte die zahlreichen Gäste sehr herzlich und dankte ihnen für ihr Interesse an der Thematik. Die beiden Referenten Omer und Grabbe hielten sehr aufschlussreiche und praxisnahe Vorträge: Am Vormittag stellte Haim Omer in seinem Vortrag „Stärke statt Macht“ seine vor mehr als zehn Jahren entwickelte Idee der "Elterlichen Präsenz" und des "Gewaltlosen Widerstands" basierend auf Ideen von Gandhi und Martin Luther King vor. Im darauf folgenden Vortrag beschrieb Grabbe sehr anschaulich unter der Überschrift „Bündnisrhetorik" positive Beziehungsgestaltung von Eltern mit ihren Kindern und stellte neue Methoden vor, wie Eltern und Pädagogen in Phasen der Eskalation über die Sprache wieder zueinander finden können.
Das interessierte Publikum aus Vertretern verschiedenster Einrichtungen der sozialen Arbeit erhielt viele Anregungen für die Arbeit mit „hilflosen“ Eltern und deren Kindern und Jugendlichen. Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: In der Mittagspause waren die Gäste dazu eingeladen, sich mit einem Imbiss zu stärken und dabei Kontakte zu knüpfen. Gerne nutzen viele auch die Zeit, sich mit weiterer Literatur am Büchertisch oder mit Informationsmaterial über den SOS-Hilfeverbund zu versorgen. Spannend ging es auch am Nachmittag weiter. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des SOS-Hilfeverbundes stellten ihr Konzept "Coaching für Eltern" sehr praxisnah dar, sodass trotz vollem Magen das Mittagstief nicht zu spüren war. Das Konzept des „Coaching für Eltern“ wird seit Jahren von den Mitarbeitern des Hilfeverbundes erfolgreich angeboten und erfreut sich zunehmender Nachfrage. Als wissenschaftliche Grundlage liegen dem Konzept systemtheoretische Theorien sowie die Theorien von Haim Omer zu Grunde.
Der Tag wurde abgerundet durch den Vortrag zur "Wachsamen Sorge" von Haim Omer, in dem er Eltern praktische Anregungen gab, wie diese ihren Kindern mehr Aufmerksamkeit und Interesse entgegen bringen können und es gelingen kann, besonders mit adoleszenten Kindern wieder mehr in Kontakt zu kommen. Im Anschluss bestand für das interessierte Publikum die Möglichkeit ihre Fragen an die beiden Referenten Omer und Grabbe, sowie dem spontanen Gast Arist von Schlippe, zu stellen. Die Resonanz auf den Fachtag war, ebenso wie das Interesse im Vorfeld durchweg positiv, sodass deutlich wurde, wie wichtig die Thematik aktuell für die Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe ist.