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SOS-Fachtag: "Geschwister in der stationären Erziehungshilfe"
Am 19. November 2009 fand in Berlin der diesjährige Fachtag des SOS-Kinderdorf e.V. statt. Dabei ging es um Geschwisterbeziehungen im Kontext von Fremdunterbringung in Einrichtungen der Heimerziehung.
Bedeutung von Geschwisterbeziehungen
Geschwisterbeziehungen beeinflussen das Leben maßgeblich und prägen das Selbstbild und die Identität. Die Bindung zwischen Geschwistern überdauert meist jede andere Beziehung im Lebenslauf. Im Gegensatz zu ihrer Bedeutung sind Geschwisterbeziehungen in der sozialpädagogischen Praxis der Kinder- und Jugendhilfe kaum im Blick, sowohl was die Entscheidungsfindung für eine stationäre Hilfe zur Erziehung auf Seiten der öffentlichen Träger betrifft, als auch den pädagogischen Alltag der Heimeinrichtungen. Zudem gibt es in Deutschland so gut wie keine wissenschaftlichen Studien zum Thema.
Diskussion zu Forschung und Praxis
Auf der Tagung wurde das Thema aus entwicklungspsychologischer, pädagogischer und rechtlicher Sicht betrachtet. Es referierten unter anderem Prof. Dr. Johannes Münder, Vorstandsvorsitzender des SOS-Kinderdorf e.V. und Professor für Sozialrecht an der TU Berlin, sowie Prof. Dr. Christian Schrapper von der Universität Koblenz-Landau. Dargestellt und diskutiert wurden theoretische Überlegungen, empirische Ergebnisse und praktische Erfahrungen. Dem Fachtag liegt ein Forschungsprojekt zugrunde, das derzeit vom Sozialpädagogischen Institut (SPI) des SOS-Kinderdorf e.V. mit verschiedenen Kooperationspartnern durchgeführt wird.
Ein Bericht über den Fachtag wird in Kürze an dieser Stelle erscheinen. Lesen Sie hier weitere