Bleistift

Elfenbeinküste: SOS-Einrichtungen werden evakuiert

Mädchen und Junge aus dem SOS-Kinderdorf


Um sie vor den kriegerischen Auseinandersetzungen im eigenen Land zu schützen, werden 250 Kinder und 70 Jugendliche der SOS-Kinderdörfer Aboisso und Abobo in die SOS-Einrichtungen in Togo gebracht. Auch die meisten Mitarbeiter der SOS-Einrichtungen in Aboisso, Abobo und dem Nationalen Büro verlassen das Land und werden ebenfalls nach Togo ausreisen.

Karte der Elfenbeinküste mit Lage der beiden Kinderdörfer An der Elfenbeinküste tobt seit den Präsidentschaftswahlen vom 28. November 2010 ein Kampf zwischen den Lagern von Alassane Ouattara und Laurent Gbagbo. Die internationale Gemeinschaft sieht in Ouattara den rechtmäßigen Sieger, Laurent Gbagbo weigert sich aber, sein Amt aufzugeben. Das Viertel Abobo in der Wirtschaftsmetropole Abidjan gilt als Hochburg von Alassne Ouattara. Ihm treue Kämpfer liefern sich dort bereits seit Mitte Februar immer wieder Gefechte mit Gbagbo-Truppen. Die Kämpfe haben eine Massenflucht zehntausender Menschen ausgelöst.