Bleistift

Elfenbeinküste: SOS-Kinderdorf evakuiert

Über 100 Kinder finden Zuflucht im SOS-Kinderdorf Aboisso

Die Ausschreitungen in der Elfenbeinküste nehmen kein Ende. Besonders rund um die Hauptstadt Abidjan werden die Gefechte zwischen den Präsidentenanhängern und -gegnern immer heftiger.

Die SOS-Kinderdorffamilien finden im SOS-Kinderdorf Aboisso Zuflucht Um die SOS-Kinderdorfkinder zu schützen, wurde jetzt das SOS-Kinderdorf Abobo evakuiert. Über 100 Kinder, 10 SOS-Kinderdorfmütter und die gesamte Belegschaft wurden ins SOS-Kinderdorf Aboisso gebracht, das etwa 110 Kilometer von der Hauptstadt entfernt liegt. Auch die SOS-Kinderdorfeinrichtungen im Nachbarland Togo haben bereits Hilfe zugesagt: Sollten sich die Unruhen in der Elfenbeinküste weiter ausdehnen, können die SOS-Kinder dort unterkommen.

Hintergrundinformationen:
Das SOS-Kinderdorf Abobo war 1971 das erste SOS-Kinderdorf, das in Afrika eröffnet wurde. Seit mehreren Monaten liefern Anhänger des bisherigen Präsidenten Laurent Gbagbo und dessen Herausforderer Alassane Ouattara heftige Gefechte. Bei der Wahl im November 2010 war Gbagbo seinem Konkurrenten unterlegen, weigert sich aber, das Amt abzugeben. Bislang wurden bei den Kämpfen mehrere hundert Menschen getötet.