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Eine Freundschaft fürs Leben
Wenn im Februar der 45. „Baby-Beat“-Kinderfasching im Bürgerhaus Nieder-Roden stattfindet, stehen Helga Hoffmann und 22 fleißige Helferinnen wieder an den Tresen und verkaufen Kaffee, Kuchen, Würstchen und Getränke sowie Lose für die Tombola. Der gesamte Verkaufserlös dieser Veranstaltung kommt dem SOS-Kinderdorfverein zu Gute.
„Wir sind über die Jahrzehnte eine richtige Institution geworden“, freut sich Helga Hoffmann: Manche der Mütter, die heute mit ihren Kindern die Karnevals-
veranstaltung besuchen, tanzten als Kinder schon selbst Polonäse durchs Bürgerhaus.
Mit Ideenreichtum und Tatkraft anderen helfen
Als die tatkräftige Frau vor 46 Jahren das SOS-Kinderdorf Pfalz in Eisenberg kennenlernte, sagte sie zu ihrem Mann: „Wir müssen etwas für diese Kinder unternehmen.“ Aus diesem Vorsatz entwickelte sich die Idee des „Baby-Beats“: Eine Veranstaltung, die gleich doppelt den Kindern nutzt. Zum einen haben die kleinen Besucher in Nieder-Roden großen Spaß am Faschingstrubel, zum anderen profitieren die Kinder und Jugendlichen im SOS-Kinderdorf vom zustande kommenden Spendenerlös.
Doch Helga Hoffmann war das nicht genug. Deshalb organisierte sie erstmals 1971 einen Adventsbasar, der seitdem jedes Jahr am 1. Advent im Bürgerhaus Nieder-Roden stattfindet. Übers ganze Jahr treffen sich die SOS-Frauen regelmäßig einmal im Monat, um gemeinsam zu basteln, zu stricken und zu nähen. „Es haben sich daraus über die Jahre richtig gute Freundschaften entwickelt“, berichtet Helga Hoffmann.
Woher nimmt sie all die Energie?
Helga Hoffmann betont, dass es ihr Glaube ist, der ihr die Kraft gibt und die gute Zusammenarbeit ihrer Gruppe: „Man braucht einander, um solche Veranstaltungen auf die Beine zu stellen.“
Alle zwei bis drei Jahre besuchen Mitglieder vom SOS-Helferkreis ihr Patendorf Pfalz in Eisenberg. „Es ist eine tolle Arbeit, die dort geleistet wird“ findet Helga Hoffmann.
Am Helferkreis beeindruckt, wie die Mitglieder mit den sich wandelnden Aufgaben des Vereins mithalten. „1980 besuchte uns Hermann Gmeiner und erzählte, dass die Auslandsarbeit immer wichtiger wird. Seitdem geht ein Drittel unserer Einnahmen am Adventsbasar an das SOS-Kinderdorf in St. Petersburg“, berichtet Helga Hoffmann. Und seit der Maueröffnung und der Gründung des SOS-Kinderdorf Brandenburg und des SOS-Kinderdorf Sachsen gehören auch diese beiden Einrichtung zu den Hilfsprojekten der Rodgauer SOS-Freunde.
In den letzten 44 Jahren erarbeiteten die rund 50 SOS-Helfer die unglaubliche Summe von 603 115 Euro für SOS-Kinderdorf. – Ein wahrer Freundschaftsbeweis für die Arbeit von SOS-Kinderdorf und die betreuten Kinder und Jugendlichen!