Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel besucht SOS-Dorfgemeinschaft Grimmen

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel unterhielt sich beim Michaelifest viel mit den Bewohnern

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel unterhielt sich beim Michaelifest der SOS-Dorfgemeinschaft Grimmen-Hohenwieden viel mit den Bewohnern

Hilfsorganisation feiert Michaelifest zusammen mit Kanzlerin

Noch mehr Besucher als sonst kamen dieses Jahr zum Michaelifest in die SOS-Dorfgemeinschaft Grimmen. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hatte auf Einladung von SOS-Kinderdorf ihren Besuch zum Fest angekündigt.

Die Rap Girls des SOS-Familienzentrums Grimmen hatten für die Bundeskanzlerin einen Rap vorbereitet Bild vergrößern

Die Rap-Girls des SOS-Familienzentrums Grimmen hatten für die Bundeskanzlerin einen Rap vorbereitet

Angela Merkel und die SOS-Dorfgemeinschaft verbindet seit der Grundsteinlegung 1998 eine besondere Freundschaft. Immer wieder besuchte sie als örtliche Bundestagsabgeordnete die SOS-Dorfbewohner und lud diese auch schon ins Bundeskanzleramt ein. Bei einem Rundgang durch die Dorfgemeinschaft informierte sie sich über die Arbeit vor Ort, aber auch allgemein über SOS-Kinderdorf.
In ihrer Rede betonte sie, für wie wichtig sie das Engagement hält. „Hier in der SOS-Dorfgemeinschaft leben und arbeiten Menschen mit Behinderung möglichst selbstbestimmt und sinnhaft. In der dazugehörigen Kindertagesstätte kommen Kinder mit und ohne Einschränkungen zusammen, sie lernen, lachen und spielen ohne Vorbehalte miteinander. Die Arbeit von SOS-Kinderdorf zeigt, dass Inklusion gelingen kann. Ein ermutigendes Beispiel“, sagte Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. 

"Ein ermutigendes Beispiel, dass Inklusion gelingen kann!"

Ein "Bilderbuch" für Kanzlerin Dr. Angela Merkel Bild vergrößern

Die Bundeskanzlerin erhielt von Einrichtungsleiter Hans-Peter Fromm, Dr. Kay Vorwerk, Vorstandsvorsitzender SOS-Kinderdorf e.V., sowie den Dorfbewohnern Roswitha und Tilman, Bilder, die die Kinder aus der integrativen SOS-Kindertagesstätte gemalt haben

Dr. Kay Vorwerk, Vorstandsvorsitzender von SOS-Kinderdorf e.V., zeigte der Bundeskanzlerin gemeinsam mit Hans-Peter Fromm, Einrichtungsleiter SOS-Dorfgemeinschaft Grimmen, die Einrichtung. Gemeinsam besuchten sie auch eine Hausgemeinschaft. „Das ist natürlich etwas Besonderes, wenn die Bundeskanzlerin zu Besuch kommt“, sagte Vorwerk. „Es gibt uns die Gelegenheit, die Vielfalt der Arbeit von SOS-Kinderdorf vorzustellen.“ Und Fromm ergänzte: „Viele Menschen denken bei SOS-Kinderdorf an das Leben in einer Kinderdorffamilie. Aber wie hier in Grimmen, arbeiten wir auch mit Menschen mit Behinderung zusammen und unterstützen sie bei einem möglichst selbstständigen Leben.“

93 Menschen finden in der SOS-Dorfgemeinschaft Hilfeangebote

Die SOS-Dorfgemeinschaft in Grimmen hatte zum Michaelifest eingeladen. Rund 3.500 Besucher waren gekommen, um die Konzerte, Verkaufsstände und Vorführungen zu erleben. Zudem gab es für Kinder neben Strohhüpfburg, Puppenspiel und Spielstraßen auch Rundfahrten mit Kutsche oder Traktor zu erleben. Die SOS-Dorfgemeinschaft Grimmen-Hohenwieden bietet im Rahmen der Behindertenhilfe unterschiedliche stationäre und ambulante Hilfen für 93 erwachsene Menschen mit Denkbeeinträchtigung oder geistiger Behinderung. Sie ist eine Lebens- und Arbeitsgemeinschaft und hat ein familienähnliches Betreuungskonzept. Der Wohnbereich ist untergliedert in vier stationäre Hausgemeinschaften, externe Trainingswohngruppen und das ambulant betreute Wohnen. 

Bild zum Thema  "Wenn ich Bundeskanzlerin wäre...." Bild vergrößern

Die Kanzlerin erhielt von den Kindern ein Buch mit gemalten Bildern zu dem Thema "Was würde ich tun, wenn ich Bundeskanzlerin wäre"?

Ein Grundprinzip aller SOS-Einrichtungen ist der Aufbau von Vertrauen und Beziehungen. Verlässliche, tragfähige Kontakte, die Gemeinschaft und die vielfältigen Möglichkeiten des Zusammenlebens in einem Gemeinwesen stehen im Mittelpunkt der pädagogischen Konzepte. In einer Dorfgemeinschaft leben in jedem Haus eigenständige Gruppen zusammen, die die Vorteile des gemeinschaftlichen Lebens für die Organisation und Bewältigung des Alltags nutzen. Die Identifikation mit der Hausgemeinschaft bietet die Chance, die Dynamik des Gruppenlebens als Lernfeld für die Persönlichkeitsentwicklung des Einzelnen einzusetzen. Je nach persönlichen Fertigkeiten, Fähigkeiten und auch Vorlieben können die Bewohner sich in unterschiedlichen Werkbereichen einbringen. Neben der Landwirtschaft, der Gärtnerei, der Käserei, der Hauswirtschaft gibt es die Möglichkeit in der Holz- bzw. Textilwerkstatt oder im Hofladen mitzuarbeiten. 

Die SOS-Dorfgemeinschaft Grimmen-Hohenwieden
In der 1999 gegründeten SOS-Dorfgemeinschaft Grimmen-Hohenwieden leben und arbeiten Menschen mit Behinderung in einem förderlichen sozialen Miteinander. Rund 85 Beschäftigte arbeiten in der Gärtnerei, der Land- und Hauswirtschaft, dem Dorfladen, der Käserei, der Textil- und Holzwerkstatt, der Dorfmeisterei oder der Küche der Dorfgemeinschaft. Gut die Hälfte der Bewohner lebt zudem in einer der vier von Hausbetreuerpaaren geleiteten Hausgemeinschaften im Dorf. Zu den Angeboten des SOS-Kinderdorf e.V. in Grimmen gehören seit 2001 auch die integrative Kindertagesstätte „Hermann Gmeiner“ sowie das Familienzentrum mit zahlreichen bedarfsgerechten Angeboten für Familien aus der Region.

Mehr erfahren