Dominikanische Republik
Die 48.700 km² große dominikanische Republik nimmt die Osthälfte der Antilleninsel Hispaniola ein. Ihr unmittelbarer Nachbar ist Haiti im Westen der Insel.
Etwa 9,1 Millionen Menschen zählt die Bevölkerung. Diese setzt sich zu 73 Prozent aus Mulatten, 16 Prozent Weißen und 11 Prozent Schwarzen zusammen. Hauptstadt des spanischsprachigen Landes ist Santo Domingo.
Größte wirtschaftliche Bedeutung hat in der Dominikanischen Republik der Tourismus. Über 4 Millionen Touristen besuchen das Land jährlich. Neben Zuckerrohr werden in den großen Plantagen Kaffee, Tabak, Kakao für den Export sowie Reis, Hirse und andere tropische Kulturpflanzen für den Eigenbedarf angebaut. Die Industrie ist weitgehend auf die Zuckerindustrie beschränkt. Außerdem werden Nickel und Eisenerz sowie Bauxit in wirtschaftlich bedeutenden Mengen gefördert. Die Arbeitslosenquote liegt bei ca. 15 Prozent.
In der Dominikanischen Republik entstand das erste SOS-Kinderdorf im Jahre 1981. Heute gibt es auf dieser Insel drei SOS-Kinderdörfer. Zwei davon liegen in der Hauptstadt Santo Domingo. Im Ballungsraum von Santo Domingo lebt heute rund ein Fünftel der Bevölkerung. Die Stadt an der Südküste besitzt den wichtigsten Seehafen und Flughafen der Inselrepublik.
SOS-Kinderdorf Los Mina
Das SOS-Kinderdorf Los Mina wurde im Jahre 1985 eröffnet und besteht aus 17 Familienhäusern, Dorfleiterhaus, Tantenhaus, Gemeindezentrum sowie einem Verwaltungs- und Servicebereich.
Zusätzlich gibt es eine Jugendeinrichtung für dem Kinderdorf entwachsene Jugendliche. Hier werden sie unter Anleitung eines Betreuers auf ein selbständiges Leben vorbereitet.
SOS-Hermann-Gmeiner-Primarschule
In nur 800 m Entfernung vom Kinderdorf befindet sich die 1988 erbaute SOS-Primarschule. Über 400 Schüler können hier in 18 Klassen unterrichtet werden. Wie sämtliche SOS-Schulen steht auch die Hermann-Gmeiner-Primarschule in Los Mina den Kindern aus Nachbarschaft offen.
SOS-Sozialzentrum Los Mina
2006 startete SOS-Kinderdorf auch Familienstärkungsprogramme. Ziel dieser Programme ist es, Kindern, die Gefahr laufen, von ihrer Herkunftsfamilie getrennt zu werden, den Verbleib in ihrer Familie zu sichern. Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf direkt mit den Familien und den jeweiligen Gemeinden und stärkt sie in ihren Kapazitäten, die Kinder bestmöglich zu betreuen und zu schützen.
SOS-Kinderdorf-Einrichtungen in der Dominikanischen Republik:
- 3 SOS-Kinderdörfer
- 2 SOS-Jugendeinrichtungen
- 2 SOS-Hermann-Gmeiner-Grundschulen
- 4 SOS-Sozialzentren