Weitersagen
Damit Eltern für ihre Kinder sorgen können
"Familie ist einfach etwas Schönes", sagt Nico auf Seite 3 des SOS-Jahresberichtes. Genau das ist unser Ziel: Wir wollen, dass Kinder, Jugendliche und ihre Eltern dieses Gefühl erleben und teilen können.
Auch dann, wenn der gemeinsame Alltag nicht so leicht zu meistern ist. Wenn Eltern so belastet sind, dass sie nicht mehr wissen, wie sie ihre Kinder versorgen sollen. Wie sie Bildung, Gesundheit der Kinder oder auch einfach nur genug zu essen sichern können. Der größte Risikofaktor für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen bleibt auch in Deutschland die Armut. Das bewies die im September 2012 veröffentlichte Langzeitstudie des Instituts für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS) zum Thema Kinderarmut.
Hilfe über das Nötigste hinaus
Immer wieder leiden Kinder überall auf der Welt unter mangelhafter Ernährung. Daher versorgte SOS-Kinderdorf während der Hungerkatastrophe im vergangenen Jahr zahlreiche Kinder und Familien in Äthiopien, Somalia und Kenia durch Ernährungsprogramme, Schulspeisungen und Lebensmittelgutscheine. Auch in Ländern wie Argentinien geht es darum, Kindern aus ärmsten Verhältnissen das Nötigste zukommen zu lassen. Aber das alleine reicht nicht. Es gilt, Familien so zu stärken, dass sie ihre Kinder angemessen selbst versorgen können. Wie dies gelingen kann, zeigt zum Beispiel das SOS-Familienstärkungsprogramm in Kamerun.
Gemeinsam neue Brücken bauen
Auch hierzulande stehen viele Familien vor Problemen, die sie nicht alleine überwinden können. Dann brauchen sie ganz unterschiedliche Hilfen. Unsere SOS-Teams zum Beispiel beim SOS-Hilfeverbund Hamburg und den SOS-Kinder- und Jugendhilfen Kaiserslautern beweisen dabei viel Flexibilität. Es ist ermutigend, was schon kleine Hilfestellungen bewirken können. Plötzlich entdecken Mütter und Väter ganz neue Möglichkeiten, ihr Kind zu fördern und ihm ein gutes Aufwachsen zu ermöglichen. Ebenso wichtig ist es, dass Jugendliche ihre Eltern auch in konfliktreichen Zeiten als offen und gesprächsbereit erleben. SOS-Fachleute können hierzu beraten, vermitteln und beiden Seiten helfen, neue Brücken zu bauen. Dies ist nur möglich durch das vielfältige Know-how der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei SOS-Kinderdorf.
Wir legen deshalb großen Wert auf Qualifizierungsprogramme und die ständige Arbeit an unseren Qualitätsstandards. Dies gilt speziell auch für das Angebot der SOS-Kinderdorffamilie. Unter anderem wurde jüngst das Forschungsprojekt "Geschwister in der stationären Erziehungshilfe" des SOS-Kinderdorf e.V. abgeschlossen. Kinder brauchen ein gutes Zuhause Nichts schenkt jungen Menschen so viel Kraft, Mut und Zuversicht wie ein gelingendes Familienleben. Dies möglich lichst vielen Kindern in Deutschland und weltweit zu ermöglichen, ist das Ziel unserer täglichen Arbeit. Ein herzliches Dankeschön an alle, die uns dabei unterstützen. Besonderer Dank gilt auch den vielen Schülerinnen und Schülern, die im Rahmen der Aktion "Kinder laufen für Kinder" nun schon zwei Millionen Kilometer zurückgelegt haben.
Als große "SOS-Familie" können wir alle gemeinsam erreichen, dass auch benachteiligte Kinder ein gutes Zuhause haben.
Allen dafür an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön!
Dr. Kay Vorwerk
Geschäftsführer
Willkommen, Dr. Birgit Lambertz!
Seit Juli 2012 ist Dr. Birgit Lambertz im SOS-Kinderdorf e.V. neue Geschäftsführerin Personal und Pädagogik: "Mich beeindruckt die hohe soziale Aufmerksamkeit und Kompetenz, mit der SOS auf die Lebenslagen von Kindern eingeht. Der SOS-Kinderdorfverein hat auf Basis der Grundprinzipien Dorf, Familie und Geschwister viele zeitgemäße Angebote entwickelt." Dr. Lambertz will ihre weitreichenden Erfahrungen, von niederschwelligen Angeboten für junge Familien bis hin zur Arbeit mit psychisch belasteten Jugendlichen, nun bei SOS-Kinderdorf einbringen.