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Chile
Das 756.626 km² große Andenland Chile reicht von den Wüsten des Nordens bis zur Antarktis im Süden. Hauptstadt Chiles ist Santiago de Chile. Von den etwa 16,9 Millionen Chilenen sind 75 Prozent Mestizen. Offizielle Landessprache ist Spanisch.
SOS-Kinderdorf-Einrichtungen in Chile:
- 14 SOS-Kinderdörfer
- 10 SOS-Jugendeinrichtungen
- 11 SOS-Sozialzentren
- 1 SOS-Schule
- 1 Berufsausbildungszentrum
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Hintergrund
Chile ist seit Ende der Militärdiktatur unter Pinochet das politisch und wirtschaftlich stabilste Land Lateinamerikas. Zudem ist in Chile die Industrialisierung im lateinamerikanischen Vergleich weit fortgeschritten. Das Land ist reich an natürlichen Rohstoffen, der Kupferabbau und die Verarbeitung zu hochreinem Kupfer bilden das Rückgrat der wirtschaftlichen Entwicklung, insbesondere seit die globale Kupfernachfrage deutlich gestiegen ist und dem Land hohe Exportüberschüsse beschert. Chile bleibt jedoch stark von der weltweiten Rohstoffnachfrage abhängig.
Immer mehr Chilenen wandern auf der Suche nach Arbeit in die fruchtbare Zentralregion ab. Die zunehmende Landflucht führt zu stetig wachsenden städtischen Ballungszentren, die durch Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot und schlechte soziale Bedingungen geprägt sind. Das Bildungsniveau hat sich in den letzten Jahren, besonders bei den Frauen, jedoch zunehmend verbessert. So stieg die Alphabetisierungsrate bis heute unabhängig vom Geschlecht auf 95 Prozent an.
Die allgemeine Armutsrate konnte zwar in den letzten zwei Jahrzehnten im Zuge des wirtschaftlichen Aufschwungs erheblich reduziert werden, liegt aber immer noch bei etwa 18 Prozent. Die Arbeitslosenquote lag in 2009 bei knapp 10 Prozent.
Die SOS-Kinderdorf-Arbeit in Chile nahm 1965 in Concepción ihren Anfang, als das erste chilenische SOS-Kinderdorf unter Mithilfe des österreichischen Ehepaars Godofredo und Nora Stutzin errichtet wurde. Unzureichende oder gar fehlende Infrastrukturen in der näheren Umgebung des SOS-Kinderdorfes führten in den Folgejahren zum Bau einer beachtlichen Zahl von zusätzlichen Einrichtungen. Gleichzeitig wurde der SOS-Kinderdorfverein in Santiago gegründet Inzwischen gibt es in Chile insgesamt vierzehn SOS-Kinderdörfer, die zwischen 10 und 16 Familienhäuser umfassen. Darüber hinaus verfügen sie meist über angeschlossene SOS-Einrichtungen wie SOS-Kindergärten, SOS-Jugendeinrichtungen und SOS-Hermann-Gmeiner-Sozialzentren.
SOS-Kinderdorf Angol
Das SOS-Kinderdorf Angol liegt am Rande der gleichnamigen Kleinstadt im südlichen Teil Chiles, in der Provinz Malleco. Es wurde 1981 fertig gestellt und umfasst heute 14 Familienhäuser, ein Dorfleiterhaus, ein Gemeinschaftszentrum, einen Verwaltungs- und Servicebereich und ein Gästehaus. Auf dem Gelände befinden sich auch eine Zahnklinik und ein Schwimmbad. Am Rande des SOS-Kinderdorfes sowie in der Provinzhauptstadt Temuco wurden für die Jugendlichen, die in Ausbildung sind, Jugendwohngemeinschaften eingerichtet.
SOS-Sozialzentrum Angol
Das 1996 fertig gestellte Hermann-Gmeiner-Sozialzentrum Angol besteht aus einer Tagesstätte für Kinder alleinerziehender und berufstätiger Mütter mit mehreren Gruppenräumen, einem Speisesaal, einer Küche, Büros und einer Erste-Hilfe-Station. Das Sozialzentrum ist für die Kinder eine Alternative zur Freizeitgestaltung auf der Straße. Hier bekommen sie eine warme Mahlzeit, Zuwendung und Geborgenheit.
SOS-Kinderdorf Quilpué
Das in den Jahren 1982/83 erbaute SOS-Kinderdorf Quilpué befindet sich in der Zentralregion Chiles. In unmittelbarer Nähe liegen die Städte Valparaíso und Vina del Mar: die Entfernung zur Hauptstadt Santiago beträgt ca. 150 km. Das SOS-Kinderdorf besteht aus 16 Familienhäusern, einem Dorfleiterhaus und einem Gemeindezentrum mit dazugehörigen Einrichtungen. Wie auch im SOS-Kinderdorf Angol ist auch hier eine SOS-Jugendeinrichtung angeschlossen, die je nach Bedarf Platz für bis zu 20 Jugendliche bietet.