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„MüZe-Maus“ Lena zieht ins neue SOS-Kinderdorf-Zentrum
Ab Mitte März füllt sich die Alte Stadtbibliothek in der Bremer Neustadt wieder mit Leben – die SOS-Kinder- und Jugendhilfen ziehen ein.
Die kleine Lena ist ganz aufgeregt. Wo ist denn der Tiger, ihr Lieblingsstofftier? Ist der schon in der Umzugskiste? Den will sie doch selbst tragen! Übermorgen zieht Lena zusammen mit den anderen neun „MüZe-Mäusen“ um.
Der Spielkreis des Mütterzentrums darf das neue SOS-Kinderdorf-Zentrum in der Bremer Neustadt als Erstes erobern. Ab sofort spielen und toben die Ein- bis Dreijährigen drei Vormittage in der Woche in dem schönen, neuen Erdgeschoss. Ziel des fachlich betreuten Spielkreises ist, die Persönlichkeit der Kinder zu fördern und ihnen Selbstsicherheit für die Herausforderungen des Alltags zu geben. Lena hat sich in den letzten zwei Jahren sehr gut entwickelt. Ab August wird die kleine „MüZe-Maus“ dann zum großen Kindergartenkind.
Nach Spielkreis folgen das Mütterzentrum und die anderen Angebote
Ella, die Mama von Lena, folgt wenige Tage später. Die Verwaltung, die Leitung und die vielfältigen weiteren Beratungs- und Betreuungsangebote wechseln ab dem Wochenende in den neuen Sitz der Einrichtung: Kinderbetreuung, Fortbildungs- und Beschäftigungsangebote, Second-Hand-Laden, verschiedene Kursangebote, Sozialpädagogische Familienhilfe, Wohnraum für junge Menschen oder Familien in Notsituationen. Und das Mütterzentrum.
Hier ist Ella ehrenamtlich tätig. Nach ihrem Umzug in die Neustadt vor zwei Jahren suchte die Alleinerziehende in dem offenen Treff Unterstützung und Kontakt zu anderen Müttern. Nach kurzer Zeit hatte sie zusammen mit einer Freundin eine Idee: Sie engagiert sich ehrenamtlich. Ella initiierte ein Stillcafé. Dort bringt sie ihre Erfahrungen ein und hilft anderen jungen Müttern, Antworten zu finden, teils natürlich mit fachlicher Unterstützung. Einmal pro Woche wird Ella auch im neuen SOS-Kinderdorf-Zentrum die Frauen begleiten und beraten – und freut sich auf alle stillenden und nichtstillenden Mütter.
Die Heilpädagogische Tagesgruppe erobert das Zentrum Mitte April
Bis Mitte April sollen alle Angebote unter dem neuen Dach gebündelt sein. Dann kommt Leben in die erste Etage. Die Heilpädagogische Tagesgruppe will bis dahin ihr bisheriges Domizil in der Hohentorsheerstraße geräumt haben: Die elfjährige Judy und der zwölfjährige Maurice können es kaum erwarten. Bald dürfen auch sie nach der Schule in das tolle, neue SOS-Kinderdorf-Zentrum gehen. Erstmal Mittagessen, dann Hausaufgaben zusammen mit den Betreuern und ob danach Spielen, Turnen oder Musik auf dem Programm steht, hängt von ihrer Tagesform bzw. ihren persönlichen Hintergründen ab. Die Heilpädagogische Tagesgruppe, die die SOS-Kinder- und Jugendhilfen in Kooperation mit dem DRK Kreisverband Bremen ins Leben gerufen haben, ist ein teilstationäres Angebot für neun Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis 14 Jahren. Betreut werden Kinder, die außerhalb ihrer Familie Unterstützung benötigen, oft um eine stationäre Hilfe zu vermeiden. Abends gehen die Kinder nach Hause zu ihren Eltern. So auch Judy und Maurice, die in wenigen Wochen sicher von vielen neuen Erlebnissen im SOS-Kinderdorf-Zentrum berichten. Ihre Eltern und alle anderen Nachbarn des neuen SOS-Kinderdorf-Zentrums können sich am 1. Juli 2011 selbst ein Bild machen. An diesem Tag lädt das SOS-Kinderdorf-Team zum Tag der offenen Tür ein und stellt sich sowie seine vielfältigen Angebote vor.
Helfen Sie mit!
Ihre Spende hilft und kommt direkt den SOS-Kinder- und Jugendhilfen Bremen zugute:
Bank für Sozialwirtschaft
Kontonummer 780 80 05
BLZ 700 205 00
Verwendungszweck „SOS-Kinderdorf-Zentrum Bremen“