Bleistift

SOS-Kinderdorf-Zentrum feiert Eröffnung

Vor gut einem Jahr fiel der Startschuss für den Umbau der Alten Stadtbibliothek in der Bremer Neustadt zum neuen SOS-Kinderdorf-Zentrum.

Viel los bei der Eröffnungsfeier! Seither hat sich einiges getan – das Wichtigste: Das Haus ist wieder mit Leben gefüllt. Mittlerweile sind hier verschiedenste Angebote der Kinder- und Jugendhilfen Bremen-Diepholz-Verden, die zuvor dezentral organisiert waren, unter einem Dach gebündelt. Mit einem Stadtteilfest feierten jetzt Nachbarn, Freunde und Förderer gemeinsam mit SOS-Kinderdorf die offizielle Eröffnung, die mit einem Opernbenefiz der Bremer Philharmoniker und des Theater Bremen eingeläutet wurde. Radio Bremen-Moderator Martin Neuhaus führte durch das bunte Programm aus Tanzvorführungen und Musikeinlagen sowie Dankes- und Willkommensreden.

Einrichtungsleiterin Karin Mummenthey und SOS-Kinderdorf Geschäftsführer Dr Kay Vorwerk Von der Hüpfburg über Kinderschminken bis hin zum von Dr. Oetker organisierten Lebkuchenverzieren und Pfeilwerfen, das mit Pudding und Götterspeise belohnt wurde. Doch nicht nur hiermit bewies das Familienunternehmen sein Herz für SOS-Kinderdorf: Einrichtungsleiterin Karin Mummenthey durfte sich stellvertretend für alle Mitarbeiter und Besucher der neuen Einrichtung über einen Scheck in Höhe von 300.000 Euro freuen, der die Finanzierung der Großküche ermöglichte und den pädagogischen Mittagstisch unterstützt. Übergeben wurde er in Form einer rund 40 Zentimeter hohen, ganz besonderen Torte, die dem Gebäude des neuen SOS-Kinderdorf-Zentrums detailgetreu nachempfunden ist – geziert von einer Stofffahne mit dem gemeinsamen Logo von SOS-Kinderdorf und Dr. Oetker: „Wir fördern Familie“.

„Generell hätten wir den Umbau der Alten Stadtbibliothek zum SOS-Kinderdorf-Zentrum ohne die vielen großzügigen Spenden nicht realisieren können“, so Karin Mummenthey. „Doch auch jetzt, wo das Zentrum mit Leben gefüllt ist, ist Hilfe weiterhin nötig, damit wir alle Angebote dauerhaft umsetzen können.“ Daher war die Freude über die zusätzlichen Spendenschecks der Lebensmittel-Einzelhandelskette real,- und dem Sicherheitstechnik- und Schließanlagen-Spezialisten BASI GmbH aus Mönchengladbach natürlich groß.

Was für ein Auftakt!

Ein tolles Konzert! Mit einem Opernbenefiz des Theater Bremen und der Bremer Philharmoniker begannen die Eröffnungsfeierlichkeiten des neuen SOS-Kinderdorf-Zentrums Bremen. Von Mozarts „Die Zauberflöte“ über Verdis „La Traviata“ bis hin zu Strauss’ „Der Rosenkavalier“ – der Streifzug durch die schönsten Arien der Musikgeschichte unter der Leitung von Generalmusikdirektor Markus Poschner begeisterte das Publikum. Charmant führte Kammersängerin Edda Moser als Moderatorin durch den Abend. Dabei verzichtete sie sowie auch alle anderen Beteiligten auf ihre Gage, so dass sämtliche Einnahmen des exklusiven Konzertes dem neuen SOS-Kinderdorf-Zentrum zugute kommen – und damit den Kindern, Jugendlichen und Familien in Bremen, die Unterstützung benötigen.

Das SOS-Kinderdorf-Zentrum auf einen Blick:

  • Lage: Friedrich-Ebert-Straße, Ecke Neustadtcontrescarpe
  • Größe: rund 1.600 qm, 4 Etagen

Leistungen:

  • Mütterzentrum
  • Mittagstisch
  • Heilpädagogische Tagesgruppe
  • Spielkreise
  • Kinderbetreuung
  • Fortbildungs- und Beschäftigungsangebote
  • Second-Hand-Laden
  • Verschiedene Kursangebote (z.B. Computerkurse)
  • Sozialpädagogische Familienhilfe
  • Krisendienst
  • Hausaufgabenbetreuung
  • Beratungsangebote
  • Wohnraum für junge Menschen oder Familien in Notsituationen

SOS-Kinderdorf ist seit 45 Jahren in der Region Bremen aktiv: 1965 wurde das SOS-Kinderdorf Worpswede gegründet. Dort finden in zehn SOS-Kinderdorffamilien Kinder und Jugendliche ein Zuhause, die aus verschiedensten Gründen nicht bei ihren leiblichen Eltern wohnen können. 1975 startete der Verein mit diversen Jugendhilfemaßnahmen, die man vor zehn Jahren in den SOS-Kinder- und Jugendhilfen zusammenfasste: Heute sind in „Bremen und Umzu“ über 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an vielen Standorten tätig. Über 100 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie viele Familien finden vielfältige Angebote – Beratung, Begleitung und Betreuung inklusive.