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Sudan
Die Republik Sudan liegt im Nordosten Afrikas mit einer Fläche von 1,85 Mio. Quadratkilometern.
Seit der Unabhängigkeit von den Briten im Jahre 1956 kam es immer wieder zu Unruhen zwischen dem islamisch geprägten Norden und dem christlichen Süden des Landes. Bedingt durch die desolate wirtschaftliche Lage und Islamisierungsbestrebungen (u. a. die Einführung der Scharia) durch die Regierung brach 1983 der bis 2005 andauernde Bürgerkrieg aus. Nach einem Referendum im Januar 2011, wo sich eine überwiegende Mehrheit für die Unabhängigkeit des Südsudans entschied, folgte am 9. Juli 2011 die offizielle Abspaltung des Südens mit der Gründung der Republik Südsudan.
Der Sudan hat ca. 30,9 Millionen Einwohner, von denen der überwiegende Teil dem islamischen Glauben anhängt. Der Großteil der Bevölkerung spricht Arabisch. Die Hauptstadt des Landes ist Khartum.
Obwohl der Sudan an sich über eine Vielzahl an Bodenschätzen (Öl, Erze, Edelmetalle) verfügt und auch der Ackerboden in der Nilregion fruchtbar ist, bleibt die wirtschaftliche Lage nach dem jahrelangen Nord-Süd-Bürgerkrieg, dem Darfur-Konflikt sowie einer fehlgeschlagenen Wirtschaftspolitik desolat.
Das Land, das zu den ärmsten Ländern der Welt zählt, hat mit großen Problemen im Gesundheits- und Bildungswesen zu kämpfen. Die Ernährungslage der Bevölkerung ist schwierig, Dürreperioden und Konflikte führen immer wieder zu Hungerkatastrophen. Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser ist besorgniserregend, da das Land mit Wassermangel und einer verstärkten Wüstenbildung zu kämpfen hat. Viele Kinder leiden unter Mangelernährung und fehlender medizinischer Versorgung. Die Chancen für Kinder und Jugendliche, eine angemessene Ausbildung zu erhalten, sind schlecht, da es an qualifiziertem Lehrpersonal fehlt.
SOS-Sozial- und Berufsausbildungszentrum Umbada mit angeschlossener Hermann-Gmeiner-Grundschule
Die SOS-Kinderdorf-Arbeit im Sudan begann bereits 1978 mit dem Bau des ersten SOS-Kinderdorfes. In Umbada, 20 km von der Hauptstadt Khartum entfernt, entstanden im Jahre 2004 nun ein SOS-Sozialzentrum, das mit einem Berufsausbildungszentrum kombiniert wurde und eine SOS-Hermann-Gmeiner-Grundschule.
Die 16-klassige SOS-Hermann-Gmeiner-Primarschule ist für 1800 Schüler konzipiert, die in zwei Schichten unterrichtet werden. Das Sozialzentrum bietet Kurse über Ernährung, Gesundheitsvorsorge, Familienplanung, Hygiene, ärztliche Versorgung, psychologische Betreuung, Kinderbetreuung sowie Lese- und Schreibunterricht an.
Im Berufsausbildungszentrum haben 150 Jugendliche im Alter von 14-20 Jahren die Möglichkeit im Bereich Elektrik, Nähen, Zeichnen, Dekoration, Computer, Zimmerhandwerk oder Montage eine Ausbildung zu absolvieren.
SOS-Kinderdorf-Einrichtungen im Sudan
- 1 SOS-Kinderdorf
- 1 SOS-Kindergarten
- 1 SOS-Jugendeinrichtung
- 2 SOS-Grundschulen
- 2 SOS-Berufsausbildungszentren
- 2 SOS-Sozialzentren
Hier können Sie für Sudan spenden